Schon mal versucht, einen Pie, eine Quiche oder eine Tarte zu backen? Dabei erfolgreich gewesen mit dem Mürbteig-Part? Wenn ja, dann freu dich! Und klick weiter ;) Für alle anderen: ich fühle mit euch. Ich habe es auch hinter mir, mehrmals. Auch ich stand des Öfteren völlig konfus mit einer riesigen Mehl-/Buttersauerei in der Küche und hatte, statt einem zarten, glatten Teig nur irgendwelche Sandkastenkrümeln in den Händen. Also hab ich das Thema erstmal beschlossen zu ignorieren und ein paar Wochen sein lassen. Doch natürlich war klar, dass ich diesem Dilemma nicht allzulange entkommen konnte, viel zu oft lauern lecker aussehende Rezepte und Ideen an jeder Ecke, die irgendeine abgewandelte Form der pie crust erfordern. Außerdem hab ich schon immer eine besondere Liebe für Pies und Tartes gehabt. Also nochmal von vorn. Mein KitchenBaby, das ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, hat sicherlich auch zur wieder ansteigenden Motivation beigetragen. Und als ich dann bei Annie´s Eats eine bebilderte Anleitung für den Pie Dough gefunden habe, war ´s um mich geschehen. Mehl, Butter, Zucker, Salz und Wasser her und ab damit in die Maschine. Und was soll ich sagen – Pie crust und ich haben uns wieder vertragen. Wir werden nie wieder streiten und für immer zusammen bleiben. Und weil Liebe teilen ja immer viel schöner ist (make love und so *peacezeichenschwing*) und damit ihr auch was davon habt, hab ich alles mal der Reihe nach fotografiert. Nur für euch und eure neue Liebe.

Have you ever tried to bake a pie, quiche or tarte? Made a nice pie crust while doing this (I mean really “made”, not bought)? Well, congratulations! Please stop reading this article right now. ;) For everyone else: I feel with you. I´ve been there as well, several times. Standing in my kitchen, totally confused  and wondering how the hell I can transform this coarsy, crumbly dough into a nice pie crust. So I decided to just leave and ignore it. Not for long, of course, because there are just too many good things  in this world involving pie crust and I have to admit that I simply love all things pie. So, let´s start again. Certainly, the KitchenAid I got for Christmas was quite a motivation kick and when I discovered the pie dough tutorial on Annie´s Eats I knew I had to start over.  And so I did. And you know what – pie crust and I kissed and made up. We will love each other until the end of time. And because love is even better when it is shared I made a tutorial as well. Just for you and your new love.
Rezept / recipe
For the English version please click here - Annie has already described it perfectly and for once, I haven´t changed the recipe at all.

Zuerst mal ist wichtig: Butter und Wasser müssen sehr kalt sein. Ich schneide die Butter immer kurz in Stücke und stell sie dann wieder zurück in den Kühlschrank, bis ich sie tatsächlich benötige. Dem Wasser füge ich einen Eiswürfel hinzu. Wenn die beiden nicht kalt genug sind, endet der Versuch mit eben genau derselben Sandkastenkrümelgeschichte, die ich auch schon hatte.

Das Rezept ist für 2 süße pie Böden (1 Boden und 1 Deckel für oben drauf) – wer einen salzigen Teig oder eine Quiche haben möchte, passt das Zucker-/Salzverhältnis entsprechend an.

Wir machen erst mal ein mis-en-place: 2,5 cups (280g) Mehl, 2 EL Zucker, 1/2 TL Salz, 220g kalte Butter in Stücken, 1 Eiswürfel + 5 EL kaltes Wasser


1) Mehl, Zucker und Salz in die Schüssel geben und kurz mixen

2) Die kalte Butter mit dazu geben…

3) …und so lange mixen lassen, bis sie sich so mit dem Mehl verbunden hat, dass erbsengroße Krümel davon übrig bleiben. Das sieht dann so aus (wer keine Küchenmaschine hat, arbeitet die Butter mit einem Messer in das Mehl ein und krümelt die Mischung dann zwischen Daumen und Zeigefinger zügig so lange hin und her, bis dasselbe Ergebnis sichtbar wird):

4) Jetzt nach und nach das Eiswasser während dem Rühren zugeben, nur soviel Wasser mit dazu geben, bis der Teig von selbst anfängt zu klumpen und den Spatel der Maschine plötzlich so lieb hat, dass er rundum an ihm kleben bleibt (für die ohne Maschine: soviel Wasser mit dazu, bis ihr mit den Händen einen zusammenhängenden Teig formen könnt):

5) Den Teig abnehmen, halbieren, fix zu 2 Bällen formen, diese ein bisschen flachdrücken und in Klarsichtfolie eingewickelt mind. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen

6) Die 1. Hälfte des gekühlten Teigs auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen…

…der Durchmesser sollte etwas größer sein als eure Pie- oder Tarteform.

7) Den Teig locker auf das Nudelholz aufwickeln…

8) …über die Form bringen und dort abrollen. So reißt euch nichts vom guten Teig ab.

9) Mit Inhalt nach Wahl füllen (z.B. Blaubeeren – Rezept folgt) und dann die 2. Hälfte der Pie Crust ausrollen und mit einem scharfen Messer oder Pizzacutter in beliebig dicke Streifen für das Gitter schneiden

10) Die Gitter auf die Beeren legen und die Ränder andrücken

11) Mit einem Eigelb bestreichen…

… und dann ab damit in den vorgeheizten Ofen, bei 190°C für 50-60 Minuten. Euer Pie ist fertig, wenn die Kruste goldbraun ist und die Obstfüllung gemächlich vor sich hin blubbert. Lauwarm oder kalt servieren, am besten mit Vanilleeis und/oder einem Klecks geschlagener Sahne.