Gaaanz langsam wird es wärmer, die Luft wird milder, der Schnee ist nun vollends verschwunden und wir sehnen uns nach Wärme, Sonne und entsprechend leichterem Essen. Ein Gericht für die kalten Tage will ich aber noch mit euch teilen, bevor ich den Winterkatalog hier für diese Saison schließe. Linsen sind eines unserer Lieblings-Winteressen. Ganz besonders, seit wir die “Alb-Leisa” entdeckt haben, die nicht nur unheimlich lecker sind, sondern auch noch regional und nach Bioland Richtlinien angebaut werden. Und so gibt es bei uns in der kalten Jahreszeit gerne Linsen mit Spätzle (klar, Schwabenland eben), Linsensuppe, Linsensalat (ok, den auch im Sommer und dann mit roten Linsen) und neuerdings nun auch diesen vegetarischen Sheperd´s Pie, der eine Füllung aus Linsen, Karotten, Zwiebeln, Stangensellerie und Mais hat und mit einem cremigem Süßkartoffelpüree überbacken wird. Wer Erbsen mag, ruhig rein damit, ich bin damit nur immer etwas sparsam… weil, naja, man kann nun mal nicht alles lieben ;) Die erdigen Linsen, abgeschmeckt mit einem Spritzer Rotweinessig als kleiner “Frischekick” harmonieren überraschend gut mit dem süßlichem, cremigem Kartoffeltopping, das mit ein bisschen Parmesan ergänzt wird. Das war ehrlich gesagt ein kleines Experiment, normalerweise nimmt man nämlich ganz normale Kartoffeln, ich hatte allerdings noch eine Süßkartoffel hier, die nach Verarbeitung gerufen hat und so durfte die eben auf den Linsen baden, statt ihrer gelben Schwestern. Scheint ihr wohl gefallen zu haben. Und uns erst… ein richtiges Wohlfühlessen, das zu eisigen Temperaturen, Winterspaziergängen und Schneeballschlachten passt – auch wenn das alles hoffentlich erst wieder gegen Ende des Jahres kommt!
weiterlesen...29
2012
Schoko-Orangenmousse im Walnusstartelette
Ok, wie beschreibe ich euch diese kleinen Schätzchen? Mal sehen… schokoladig. Cremig. Süß. Nussig. Ein Hauch Karamell, der von den Medjool-Datteln kommt, deren Geschmack mich einfach immer wieder umhaut. Und dann ist da natürlich noch das Orangenaroma, das so toll zur Schokolade passt. Normalerweise bin ich nicht der allergrößte Schoko-Orange-Kombi-Fan, aber nachdem ich die Tartelettes gefüllt hatte und die Orange im Obstkorb mich so unglaublich angelacht hat, dachte ich; was soll´s, probieren wir´s. Und dieser kleine Frischekick ist genau das, was noch gefehlt hat. Wer alle Zutaten im Haus hat, kann innerhalb von ein paar Minuten diese Törtchen zaubern, sie müssen nämlich nicht gebacken werden. Der Boden besteht aus Walnüssen und Datteln und die Füllung aus einem cremigem Schoko-Bananen-Mandelmus. Wir haben die Tartelettes zum Nachtisch gegessen und waren nach je einem pappsatt. Ich liebe es einfach, wenn man so simpel aus ein paar tollen Zutaten kleine hübsche Dinge zaubern kann, die sündig aussehen und schmecken, es aber überhaupt nicht sind :)
weiterlesen...22
2012
Schollenfilet en papillote
“En papillote” – hört sich das nicht putzig an? Es beschreibt die Art und Weise, etwas in Butterbrotpapier, Alufolie oder ähnlichem zu garen, indem die Zutaten in ein Päckchen eingepackt und sanft gegart werden. Und es ist total einfach! Fisch, Olivenöl, Knoblauch, Kirschtomaten, Broccoli, Zitrone und Kräuter werden in ein Stück Butterbrotpapier geschichtet und den Rest erledigt der Ofen. Durch die Form und entsprechende Falttechnik bleibt das Papier dicht geschlossen, alles gart im eigenen Saft vor sich hin und die ganzen Aromen verbinden sich. Und wenn man dann am Tisch das Tütchen aufschneidet und einem der heiße Knoblauch-Zitronen-Kräuterdampf in die Nase steigt, riecht das so gut, dass man am liebsten hineinkriechen würde. Während den rund 20 Minuten, die alles im Ofen gart, kann man gut eine Beilage machen: einen gemischten Salat, Reis, Kartoffeln oder so wie wir Quinoa mit Lauchzwiebel, Basilikum und gerösteten Pinienkernen. Das alles war wunderbar mediterran, man merkt, ich sehne mich langsam aber sicher nach etwas Sonne… was nicht heißt, dass ich dem Winter nicht auch seine kulinarischen Vorzüge abgewinnen kann. Aber zwischen all dem saisonalen Wintergemüse und heißen Suppen darf es zwischendurch auch mal etwas richtig Leichtes sein – zum Überbrücken bis zu den ersten Frühlingstagen :)
weiterlesen...Schon lange hatte ich diese Burger bei mir gespeichert und vor kurzem kam ich endlich dazu, sie zu probieren. Kennt ihr das, wenn ihr euch fragt, warum ihr ein bestimmtes Rezept monatelang vor euch herschiebt, nur um euch dann beim ersten Bissen die Frage zu stellen, warum um Himmels willen ihr solange damit gewartet habt? Tja, so ging es mir mit diesem hier. Ich muss zugeben, dass ich rote Beete früher absolut nicht mochte, ja, regelrecht gehasst habe. Ich wurde mehr oder weniger als Kind dazu genötigt, sie regelmäßig zu essen, da ich zeitweise einen kleinen Eisenmangel hatte. Diese wabbeligen Scheiben aus dem Glas waren aber so gar nicht meins… nein, wir waren wirklich keine guten Freunde, die rote Beete und ich. Das hat sich erst so schleichend und mit den Jahren geändert und nun integrier ich sie eigentlich wirklich gerne in unsere Wintermenüs. In diesen Burgern hier hat sie den berühmten leicht süßlichen Geschmack, der einfach bombastisch mit dem Bärlauchsenf (haben wir im Biomarkt gefunden – normaler Senf geht natürlich auch) harmoniert hat. Dazu gab´s für die Schärfe etwas Cayennepfeffer, einen guten Klecks saure Sahne, grob zerdrückte Avocado, ein bisschen Tomate, Gurkenscheiben, rote Zwiebel und Kräuter und natürlich das leckere Burgerbrötchen (ich habe diesmal eine sehr fein gemahlene Vollkornversion meines üblichen Standardrezeptes probiert, war sehr happy damit) – Herz, was willst du mehr?
10
2012
Bester Gemüseeintopf
Ja ok, “beste/r” im Titel eines Rezeptes hört sich immer arg profan an, ich weiß. Und vieles ist ja auch einfach Geschmackssache. Aber für uns persönlich ist es einfach der beste Gemüseeintopf ever und daher will ich ihn euch nicht länger vorenthalten! Er hat ein unglaubliches Aroma, eine leichte, schöne Sämigkeit und wie schon bei der Minestrone sorgt ein wenig Olivenöl, das am Schluss über die Teller geträufelt wird, noch für ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Nicht zu vergessen auch der Schuss Rotweinessig, der die nötige, leichte Säure bringt, die super zu den weißen Bohnen passt. Mal wieder ein schönes Beispiel, was man so aus ganz einfachen aber entsprechend guten Zutaten zaubern kann. Man benötigt noch nicht einmal eine Gemüse- oder sonstige Brühe, da in diesem Eintopf so viel Gemüse drinsteckt, das den Geschmack und das Aroma schon von selbst an die Suppe abgibt. Lediglich etwas frisch gemahlenen Pfeffer und gutes Meersalz (wir hatten Fleur de Sel; ich bin einfach immer wieder davon begeistert) dazu geben und schon ist die Sache perfekt. So ein dampfender Teller ist einfach genau das Richtige bei diesen Temperaturen!
weiterlesen...05
2012
Süßkartoffel Fritten
Pommes mal anders! Ich mag Süßkartoffeln ja sowieso sehr und im Ofen gebacken mit gutem Kokosöl sind sie außen knusprig, innen weich, ganz leicht süßlich und einfach nur lecker. Wenn ihr Süßkartoffeln bisher noch nicht probiert habt, kann ich euch das nur empfehlen. Sie sind nicht nur lecker sondern auch ein wahres “Superfood”, da sie – verglichen mit anderem Gemüse – in überdurchschnittlichen Mengen hochwertige, komplexe Kohlenhydrate, Proteine, Eisen, Calcium und die Vitamine A und C enthalten. Sie haben auch einen fast doppelt so hohen Nährwert wie normale Kartoffeln. Es lohnt sich also sehr, der Süßkartoffel mal eine Chance zu geben, zum Beispiel in Form dieser Pommes. Ach und ein Tipp noch: nicht zu lange im Ofen lassen, so wie bei mir passiert… sonst bringen euch die ganzen schönen Nährwerte nicht mehr viel ;) Die ganz dunklen Stellen an einigen Sticks müsst ihr euch daher bitte wegdenken *hust*
02
2012
Kokosöl bzw. Kokosfett
Nachdem die Reaktion auf meiner Facebook Seite so schön positiv war, möchte ich die “Du bist, was Du isst” Kategorie langsam aber sicher etwas ausbauen. Quasi als kleiner Vorsatz für dieses Jahr möchte ich ein bisschen öfter auf die Zutaten an sich eingehen und zeigen oder in Erinnerung rufen, was warum gut für uns ist und was sie so spannendes mit unserem Körper anstellen. Diesmal geht es um Kokosöl bzw. Kokosfett. Auf amerikanischen Foodblogs und immer mehr auch in Deutschland, liest man schon seit geraumer Zeit, wie gesund es im Vergleich zu anderen Ölen und Fetten sein soll. Nach kurzer (und zugegebenermaßen sehr oberflächlicher) Recherche bin ich vor ein paar Monaten also los, um mir ein Glas davon zu besorgen. Als ich es in der Hand hielt, musste ich bei genauerem Hinsehen allerdings erst mal nach Luft schnappen: der Anteil an gesättigten Fettsäuren lag bei 92%! Und wie wir ja alle wissen, sind gesättigte Fettsäuren nicht so wirklich optimal. Ich wollte schon aufgeben, habe es aber trotzdem mitgenommen und zuhause nochmal gründlich recherchiert. Und siehe da: Kokosfett/-öl enthält zwar viele gesättigte Fettsäuren, allerdings ganz bestimmte, nämlich mittelkettige gesättigte Fettsäuren, die besonders leicht verdaulich sind und die der Körper lieber gleich in Energie umwandelt, anstatt sie als Fettpolster einzulagern (Hallo? Herzlich Willkommen in meiner Küche, ihr neuen Freunde!). Außerdem ist über die Hälfte der Fettsäuren die sogenannte Laurinsäure, die dafür bekannt ist, das GUTE Cholesterin, also das HDL Cholesterin zu erhöhen, es wirkt sich insgesamt also positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Laurinsäure wirkt zudem noch bakterien-, viren- und pilzhemmend. Was für ein Allrounder. Was gibt es noch schönes über Kokosöl zu sagen?
29
2012
Heidelbeer-Kokos Smoothie
In letzter Zeit habe ich wirklich viele Smoothies probiert, aber dieser hier gehört zu meinen Lieblingen und daher muss ich ihn gleich mal mit euch teilen. Wer kein Kokoswasser zur Hand hat, kann meiner Meinung nach auch auf halb Kokosmilch/halb Wasser zurückgreifen, das habe ich selbst zwar noch nicht getestet, macht das Ganze aber sicher auch sehr lecker und cremig. Probiert ihn aus, er geht ratzfatz und ich liiiiiebe ihn. Wirklich. Er ist cremig, süß und sättigend. Außerdem stellt er ganz tolle Dinge mit euch an: Heidelbeeren sind voller natürlicher Antioxidantien und machen damit freie Radikale im Körper unschädlich, was wiederrum Entzündungen und Herz-/Kreislauferkrankungen vorbeugt. Kokoswasser steckt voller Mineralstoffe und Vitamine, ebenso wie Walnüsse. Nettes Plus fürs Auge: die herrliche Farbe. Überhaupt habe ich mich irgendwie in alle möglichen Smoothies mit ihren schönen Farben verknallt: ob sonnengelb bei Mango-Kokos, erdbeerrot bei Beere-Blutorange oder grasgrün bei Apfel-Gurke-Minze, diese Farben machen mich morgens schon glücklich.
Diese Schätzchen gibt es bei mir im Rahmen einer Detox-Kur, die ich gerade mache. Ja, auch ich konnte mich dieses Jahr nicht vor dem weit verbreitetem, jahresanfänglichen Körperüberholprogramm drücken… nach dem ganzen (teilweise wirklich miesem) Essen in den Wochen vor, während und nach dem Umzug hatte ich das Gefühl, ein bisschen was machen zu wollen um meinen Körper wieder auf Vordermann zu bringen und den ganzen Müll, der sich angesammelt hat über Bord zu werfen, sprich: entgiften. Als ich das dazugehörige Programm auf Whole Living entdeckt habe, zu dem auch eine meiner Lieblings-Foodbloggerin Sarah B. beigetragen hat, war für mich die Sache klar. Das Ganze ist aufgeteilt in 3 Wochen (ich mache allerdings nur 5 statt 7 Tage von jeder Woche und bin nun am Anfang von Woche 2) mit jeweils verschiedenen Zutaten, die im Laufe der Zeit wieder hinzukommen. Die erste Woche ist die simpelste und nach dem Motto “back to basics” gestaltet – hier sind nur Früchte, Trockenobst, Gemüse, Nüsse, Samen, Kerne, hochwertige Pflanzenöle wie Olivenöl und Gewürze erlaubt. Also keinerlei Kohlenhydrate, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Zucker, Koffein oder Alkohol. Hört sich hart an. Ist es auch. Zumindest stellenweise. Aber die unglaublich große Vielfalt allein an Gemüse und Früchten entschädigt doch für einiges. Und da ich eigentlich überhaupt kein Fan davon bin, mir selbst Essen zu verbieten, ist das für mich das höchste der Gefühle, was eine Entgiftungskur betrifft, immerhin kann ich hier Obst und Gemüse in sämtlichen Variationen zu mir nehmen und zwar ohne Abstriche. Denn wer denkt, dass es bei mir die ganze Zeit über nur Rohkost gibt, irrt gewaltig. Auf dem Plan standen bisher zum Beispiel gedämpfter Broccoli und Kürbis auf Salat mit Mandelmus-Knoblauch-Dressing, buntes Röstgemüse (das liebe ich ja sowieso) und Suppen in sämtlichen Variationen. Zum Frühstück gibt es leckere, abwechslungsreiche Smoothies (Rezept folgt); wahre Vitaminbomben.
Sogar für Snacks ist gesorgt, diese Pralinchen hier sind zum Beispiel die perfekte Waffe gegen süße Gelüste; sie bestehen aus verschiedenen getrockneten Früchten sowie gemischten Nüssen, Samen und Kernen und werden mit Zimt und einer Prise Meersalz abgeschmeckt und in Sesam gerollt. Wenn ich ein oder zwei Stück davon esse, könnte ich so ziemlich jede Schokotafel links liegen lassen. Was nicht heißt, dass ich mich nicht wieder auf gute, hochwertige Schokolade freue, das ist ja wohl klar ;) Aber es ist eine schöne, süße Snackidee. Ich bin jeden Tag aufs Neue erstaunt, wie gut man Zucker dank vielerlei süßer Früchte (Banane, Datteln, getrocknete Feigen usw.) vermeiden kann. Außerdem hätte ich nie gedacht, dass man sich nur an Gemüse so dermaßen satt essen kann. Also wirklich richtig “kein-Platz-mehr-für-Nachtisch-pappsatt”. Ich bin mal gespannt, wie es weiter geht! Oh und noch etwas: obwohl man wohl zwangsweise ein wenig Gewicht verliert, geht es bei dieser Kur in erster Linie nicht darum, abzunehmen, sondern seinen Körper mit dem ganzen frischen, farbenfrohen und puren Essen regelrecht zu verwöhnen, es geht also nicht um Kalorien zählen oder Fett zu reduzieren (davon halte ich sowieso nichts) und ist damit auch keine Diät (davon halte ich noch weniger). Und ist ja klar, dass es auch den Geist erfreut, wenn man mal wieder sieht, was Mutter Natur alles grandioses hervorbringt und wenn man sieht und merkt, wie gut einem Essen tun kann.
19
2012
Peanut Butter Chocolate Chip Cookies
Juhu, ich melde mich zurück aus der Küche! Sie ist zwar immer noch nicht ganz fertig, aber ich kann mittlerweile wieder kochen und backen und vor allem: der Umzug ist geschafft und wir sind sehr happy! Wer meine Facebook Seite kennt, wird es schon wissen: diese Cookies waren unsere erste Backofen Aktion in der neuen Wohnung. Der Duft ist absolut himmlisch und der Geschmack hat mich sehr überzeugt, vor allem wenn man bedenkt, dass sie eigentlich zu den gesünderen Keksen gehören – auch wenn man es ihnen definitiv nicht ansieht, schmeckt oder es sich gar vom Titel ableiten liese. Ich war neugierig darauf, weil sie nur aus einer Hand voll guter Zutaten bestehen und ich umzugsbedingt an dem Tag sowieso nicht sehr viel mehr im Haus hatte. Sie sind komplett ohne Butter, Zucker und Ei gebacken, was sie damit auch veganfreundlich macht. Der Erdnussgeschmack kommt sehr intensiv durch und ich kann es kaum erwarten, sie auch z.B. mal mit Mandelmus zu testen! Die Schokostückchen waren im Originalrezept nicht enthalten, aber ich konnte sie mir nicht verkneifen und die Zartbitterschokolade passt einfach super.
weiterlesen...














