Ha! Wer braucht da denn da bitte noch so olle Kartoffelchips? Gemüsechips sind einfach eine super Sache. Das erste Mal sind mir in England begegnet. Dort hatte ich für den Heimflug eine Tüte voller rote Bete-, Pastinaken- und Karottenchips gekauft. Der Inhalt halt Deutschland nie erreicht… bzw. nur in meinem runden, völlig zufriedenen Bäuchlein. Es ist doch immer wieder erstaunlich, was eine andere Konsistenz so mit Geschmäckern anstellen kann. Fenchel, zum Beispiel. Roh kann ich ihn weder riechen noch essen. Mit etwas Olivenöl im Ofen geröstet allerdings schon, da finde ich ihn nämlich plötzlich superlecker. Und ähnlich ist das hier mit diesen Chips. Nicht, dass ich etwas gegen rote Bete hätte, ganz im Gegenteil. Nachdem ich sie als Kind zwar tatsächlich lange Zeit nicht ausstehen konnte, haben wir uns letztendlich doch noch versöhnt und ich habe mittlerweile schon einen Haufen Ideen, was ich noch so alles damit anstellen will. Den Anfang für diese Saison machten eben genau diese Chips. Hauchdünn geschnitten, mit etwas Olivenöl beträufelt, knusprig gebacken und dann mit Fleur de Sel verfeinert. Das ist my kinda Fernsehsnack!
Das Rezept reicht für 1 hungrige oder 2 “ich-will-mal-eben-nur-bisschen-naschen” Portionen. Obwohl ich die paar übrig gebliebenen Chips luftdicht verpackt habe, waren sie am nächsten Tag schon wieder etwas weich und eben nicht mehr ganz so knusprig, also am besten noch am selben Tag genießen.
- 2 große oder 3 kleine rote Bete
- 1,5 TL Olivenöl
- Fleur de Sel oder normales Meersalz
Backofen auf 150°C Heißluft vorheizen.
Rote Bete schälen (Achtung! Die kleinen Schätzchen färben alles und jeden – eine der seltenen Gelegenheiten, wo ich tatsächlich mal diese ollen Plastikhandschuhe in der Küche benütze…) und entweder mit einem Gemüsehobel in feine Scheiben hobeln oder eben entsprechend fein mit dem Messer schneiden. Scheiben in eine Schale geben und mit dem Olivenöl gut vermengen, so dass jedes Scheibchen ein bisschen was vom Öl abbekommt. Für 25-40 Minuten backen, bis sie außen etwas austrocknen und sich wellen, zwischendurch immer mal wieder in den Ofen schauen (jeder Backofen heizt anders). Sie werden erst mit dem Auskühlen knusprig, also ruhig ab und zu mal ein Scheibchen stibitzen, 1-2 Minuten auskühlen lassen und schauen, ob sie schon schön knuspert. Ansonsten noch etwas weiter backen.
Am Schluss alles komplett auskühlen lassen, mit etwas Fleur de Sel bestreuen und am besten noch am selben Tag genießen.
Quelle: Martha Stewart
























Jennifer
Huhu, das klingt ja super! Meinst du das funktioniert auch mit vorgekochter Rote Bete? Davon hab ich nämlich noch da… Liebe Grüße!
Dani
Hallo Jenny,
hmmm, ehrlich gesagt bin ich da ein bisschen überfragt, ich hab´s nämlich mit gekochter Bete noch nicht ausprobiert. Google hat auch leider keine eindeutige Antwort gebracht. Theoretisch wüsste ich aber nicht, was dagegen sprechen würde, wenn du sie sowieso schon da hast, probier´s doch einfach mal. Könnte mir vorstellen, dass sie evt. etwas länger benötigen, bis sie knusprig sind…
Liebe Grüße!
Dani
Jennifer
Huhu, danke für deine Antwort :) Ja google hatte ich auch schon versucht aber nichts gefunden. Ich probiers einfach mal aus! Kann ja nur schief gehen :)
Viele liebe Grüße an dich, Jenny
Anja
Tolle Idee. Ich habe nur den Fehler gemacht erst nach 35 Minuten in den Ofen zu schauen. Da war die rote (bzw. in meinem Fall rot-weiß geringelte Bete) bereits tiefschwarz…
Dani
Hallo Anja,
ach du meine Güte, das tut mir leid! Da hat dein Ofen aber ganz schön Power… naja, jeder ist anders, ich ergänze lieber mal das Rezept entsprechend.
Danke dir und liebe Grüße!
Maori
Tipp: statt Gummihandschuhe kann man sich die Hände prima dick (!) mit Olivenöl einreiben – klappt auch
Dani
Das ist ein super Tipp, den ich sehr gerne beherzigen werde, danke! :)