Als mich die zauberhafte Nadine vom Liebeleiblog vor einer Weile gefragt hat, ob ich während ihrer Flitterwochen einen Gastbeitrag schreiben möchte, habe ich mich riesig gefreut. Ich bin quasi schon seit Stunde 1 Fan der Liebelei und finde es so wunderbar, wie sie sich entwickelt hat: vom brandheißen Insidertipp zum sprichwörtlichen “Lieblings”blog von mittlerweile so vielen Lesern. Und zwar sowas von zurecht und absolut verdient! Bei Nadine spürt man förmlich die Hingabe und ich bin immer wieder froh, sie als geschätzte Bloggerkollegin zu haben – chapeau, meine Liebe! :) Als Thema für meinen Gastbeitrag hat sie “Hallo Herbst” vorgeschlagen und damit hätte sie mir wirklich keine größere Freude machen können. Ich bin ja bekennender Herbstfan und dementsprechend ratterten wochenlang sämtliche Vorschläge durch meinen Kopf, was ich denn machen könnte. Von süß bis herzhaft war alles mögliche dabei. Und als ich dann neulich in der Küche stand um ein spontan zusammengewürfeltes und eigentlich ziemlich undurchdachtes Essen zu kochen, war es plötzlich ganz klar. Und zwar genau in dem Moment, als ich den Topfdeckel von diesem Kürbiscurry hob und mir damit der pure Herbstduft um die Nase wehte. Dieses Curry hat alles, was man benötigt, um den Herbst standesgemäß zu begrüßen: es ist wunderbar cremig, es wärmt einen dank der vielen unterschiedlichen Gewürze von innen, es enthält Kürbis (klar), der durch das Rösten im Ofen ein ganz besonders tolles Aroma bekommt und Zimt (nochmalklar) und ist schlicht und einfach pures Soulfood, das auch noch gut für euch ist. Ich hoffe, es macht euch genauso glücklich wie mich, denn ich hätte mich buchstäblich reinlegen können :) Hier findet ihr meinen Gastbeitrag, schaut doch mal vorbei.
Der wunderschöne goldene Oktober, den wir in den letzten Wochen so genießen konnten, neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Am letzten Wochenende hat er sich nochmal von seiner prächtigsten Seite gezeigt, während wir unsere neue, sehr weitläufige Biosphärengebiet-Nachbarschaft im strahlenden Sonnenschein erkundet haben.
Wir haben kleine, im Tal versteckte Dörfchen von oben bestaunt…
Pferde gestreichelt…
Laub herumgewirbelt, ein paar Äpfel stibitzt und konnten uns am Farbenspiel der Bäume kaum satt sehen.
Als wir wieder auf dem Nachhauseweg waren, habe ich überlegt, wie wir den Tag auch kulinarisch noch schön herbstlich abschließen können und so gab es diese Herbstgemüse Quiche. Zuerst wollte ich eine Art Flammkuchen machen, auf den das geröstete Herbstgemüse gelegt und mit kleinen Ricottabällchen bestreut wird, aber als es abends, als die Sonne weg war plötzlich wieder so schnell kühl wurde, wollte ich die Sache dann doch etwas herzhafter machen und so wurde ein Quiche daraus, mit gerösteten Kürbisspalten, Karotten, Petersilienwurzel, Zwiebel, Knoblauch und Speck. Wie ich ja schon öfter erwähnt habe, bin ich immer wieder begeistert von der Transformation, die sämtliche Gemüsesorten im Ofen so hinlegen. Und die Kombination aus frisch geröstetem, süßlichem Kürbis und herzhaften, krossen Speckwürfeln ist einfach nur herrlich. Ich habe den Mürbeteig für die Quiche und den Ricotta selbst gemacht, wenn die Zeit drängt, kann man aber natürlich auch z.B. auf Blätterteig und / oder gekauften Ricotta zurückgreifen.
Ok ja – es gibt hübschere Essensfotos, ich weiß. Aber Lasagne zu fotografieren ist eigentlich nie einfach… und lasst euch davon nicht abschrecken, es schmeckt wirklich besser, als es aussieht ;) Schon im September habe ich das erste Mal diese Lasagne gemacht und war gleich begeistert: Kürbispüree (letztes Mal kam mir die Idee, dass man ggf. auch einfach im Ofen geröstete Kürbisspalten nehmen könnte – nächstes Mal vielleicht!), mit ein wenig Zimt, Ahornsirup und Muskat abgeschmeckt, dazu Spinat, saure Sahne mit Knoblauch und eine Menge Mozzarella. Hört sich nach einer etwas bunten Mischung an, ergibt aber pure Glückseligkeit auf der Gabel. Und wie immer bei Lasagne gilt: ein frischer, knackiger Salat dazu, zum Beispiel der hier und das Abendessen ist perfekt :) Reste können auch gut am Tag darauf aufgewärmt werden!
03
2011
Kürbispüree
Wer in der amerikanischen Food Blogsphäre unterwegs ist, kommt an allerlei Kürbisleckerein nicht vorbei. Und das ist gut so, denn was ruft mehr nach Herbst und was könnte die gemütliche Jahreszeit kulinarisch schöner einläuten als Kürbis, am besten noch gepaart mit Zimt, Nelken und Muskat? Wo hierzulande außer Kürbiscremesuppe und vielleicht noch Kürbisgemüse vieles noch recht unbekannt ist, gibt es in den USA sämtliche Variationen, die man sich nur denken kann, gerne auch als süße Backwaren und inklusive dem berühmten Pumpkin Pie, den ich auch noch testen will. Letztes Jahr habe ich bereits Pumpkin Cream Cheese Muffins gemacht, die göttlich waren, aber leider habe ich verpasst, sie zu bloggen. Für die Muffins habe ich mich damals an Kürbispüree aus Vermont bedient, das wir gerade frisch aus dem Urlaub mitgebracht hatten. Da sich die Dosen locker 1-2 Jahre halten, habe ich gleich mehrere mitgenommen. Nun geht mein Vorrat allerdings langsam zur Neige und es wurde Zeit, herauszufinden, wie ich das Ganze selbst herstellen kann. Und hätte ich gewusst, wie einfach das geht, hätte ich die Dosen in Vermont gelassen! ;) Kinderleicht, wirklich und noch dazu um einiges nahrhafter als die Dosenkumpels: Hokkaido (er ist cremig, süßlich und man muss ihn nicht schälen) waschen, Kerne entfernen, klein schneiden und etwa eine halbe Stunde im Ofen rösten. Pürieren, fertig! Ihr seht also, es gibt ab jetzt keine Ausrede mehr, Kürbisbackwerk links liegen zu lassen! ;)

Risotto ist einfach was Herrliches: Ob als Hauptgericht, als Beilage, mit Fisch oder Meeresfrüchten, saisonal bestimmt im Frühjahr mit grünem Spargel oder frischem Bärlauch, im Herbst mit Kürbis oder im Winter mit Trüffeln – es gibt so viele Variationen und sie schmecken alle einfach grandios. Diesen Herbst wollte ich einen Butternut Kürbis dazu probieren. An viele Kürbissorten hab ich mich bisher nicht rangetraut, weil mich die dicke Schale einiger Sorten immer abgeschreckt hat, bzw. ich keinen blassen Schimmer hatte, wie um Himmels Willen ich die je runterkriegen soll. Daher gab es bisher eigentlich nur Hokkaido, hauptsächlich aus Faulheit ;) Den Hokkaido kann man nämlich problemlos mit Schale kochen und essen, die anderen Kürbissorten sollte man (fast) alle schälen. Auch wenn ich schon vom Butternut mit Schale gekocht gelesen habe. Hm. Naja, ich wollte kein Risiko eingehen und ihn trotzdem schälen, habe mich also für das Schlimmste gewappnet, nur um einige Sekunden später ein echtes Aha-Erlebnis zu haben, weil: viel einfacher als gedacht! Einfach mit einem Sparschäler und wirklich völlig ohne Probleme… der Butternut hat einen neuen Fan, mich! Das Fruchtfleisch dann einfach entkernen, würfeln, zum Reis werfen, rühren, rühren, rühren und warten bis alles gar ist. War sehr lecker, der Butternut ist auch nicht ganz so faserig wie der Hokkaido.
Butternut wird es öfter geben, jetzt, wo ich weiß, dass das mit dem Schälen auch ganz fix gehen kann.
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Langer Name, kurz erklärt: Kürbiscremesuppe mit Kokosmilch (statt Sahne) und frischem Ingwer, um dem ganzen den asiatischen Touch zu geben.
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