vollkorn blitzbrot im glas

Als ihr in den letzten 2 Wochen kurz weggeschaut habt, sind wir schnell mal umgezogen. Manche von euch wissen, dass wir das erst im Januar gemacht haben und ich kann euch versichern: 2 Umzüge – beide samt Küche – in weniger als einem Jahr sind kein Spass. Aber es war nötig. Manchmal sind die Dinge nicht so wie sie scheinen, man trifft falsche Entscheidungen und lernt dabei so einiges. Wir sind in der letzten Wohnung aus vielerlei Gründen nie richtig angekommen und schon bald war klar, dass wir weiterziehen werden. You live, you learn. Die Suche nach dem neuen Zuhause war nicht gerade einfach und hat einige Monate gedauert, aber letztendlich wurde uns das perfekte Schmuckstück quasi auf dem Silbertablett serviert. Und nach einigen Wochen im üblichen Chaos mit einpacken, auspacken, Möbel rücken, einkaufen, planen und organisieren, sowie viele grandiose Helfer später sind wir nun definitiv angekommen und sehr glücklich. Es geht eben nichts über das wohlige Gefühl anzukommen und sich richtig daheim zu fühlen. Und wo wir gerade beim wohlfühlen sind; jetzt, wo es langsam aber sicher in Richtung Herbst und damit in meine Lieblings-Wohlfühljahreszeit geht, wird mein nigelnagelneuer (!) Ofen bald öfters angeworfen und verregnete Sonntag Nachmittage in der Küche vertrödelt, die Nase tief im Backbuch, die Hände (und der Küchenboden…) voller Mehl und mein Kopf dabei tiefenentspannt. Wie zum Beispiel beim Brot backen. Ich muss allerdings zugeben: ich bin nicht so der Sauerteig-ansetzen-ihn-tagelang-beobachten-sich-vorfreuen-und-dann-backen-Brotliebhaber. Wer weiß, kann gut sein, dass das noch kommt (ich bin ziemlich neugierig auf Sauerteig, nicht zuletzt deshalb, weil er offenbar ja auch ganz schön gesund sein soll. Wenn ihr Kommentare oder Tipps dafür habt, immer her damit), aber bei Brot liebe ich es meist unkompliziert und – zumindest unter der Woche – schnell. Irgendwo muss man dann eben doch ein paar Abstriche machen, wenn man sein Alltagsleben, den 40 Stunden Job und das Foodbloggen unter einen Hut bekommen will. Ich kann euch also versprechen: dieses Brot geht schnell. Und es ist kinderleicht. Meistens backe ich es unter der Woche, wenn ich gerade nach Hause gekommen bin und zum Abendessen ist es fertig. Der Clou: der Teig muss trotz Hefe nicht gehen und ihr müsst noch nicht mal den Ofen vorheizen. Einfach alles zusammenkneten, in eine Kastenform geben und 1 Stunde lang backen. Danach kurz auskühlen lassen und noch warm essen.

vollkorn blitzbrot im glas mit fleur de sel

Im Laufe der Zeit habe ich sämtliche Kombinationsmöglichkeiten mit Nüssen, Saaten und Samen getestet und das hier ist eine meiner Liebsten: mit Haselnüssen (Walnüsse sind auch super) und Mohn. Ich habe den Eindruck, dass der Mohn den Teig noch etwas saftiger macht und das Brot hält sich wirklich tagelang frisch. Da ist nichts mit austrocknen oder hart werden. Ist ja schön und gut, das alles, aber warum zeigt sie uns jetzt eine Mehlmischung im Glas, werdet ihr euch sicher fragen. Tja, die Sache ist die: Obwohl es das Brot zwar schon oft bei uns gab, habe ich es doch tatsächlich nie geschafft, mal ein gescheites Foto davon zu machen. Da kam mir das Geschenk (Brot, Salz und Wein), das wir einem befreundeten Pärchen neulich zum Einzug gemacht haben, ganz Recht: es ist nämlich genau dieses Brot, nur eben im Glas! Eine supereinfache Geschenkidee. Kuchen und Cookiemischungen im Glas gibt es ja bereits en masse, eine Brotmischung im Glas habe ich bisher noch nicht gesehen, fand die Idee aber leicht umsetzbar. Ihr könnt mit den Mehlsorten übrigens gerne etwas spielen, normalerweise nehme ich nur Vollkorn, aber der Optik wegen habe ich hier noch etwas helles Dinkelmehl mit reingeschmuggelt.

weiterlesen...

nusscracker5

Dass geröstete Nüsse, Olivenöl, Kräuter und Meersalz fingerlickin´gut schmecken, das habe ich schon vorletztes Jahr an Weihnachten gemerkt. Da habe ich nämlich eine Nussmischung mit Rosmarin, Paprikapulver, Fleur de Sel und Olivenöl aufgepeppt und dann geröstet. Die gab es vor dem Weihnachtsmenü zum Aperitif. Und wenn ich ehrlich bin – ich hätte wahrscheinlich nicht viel mehr gebraucht an diesem Abend. Gebt mir eine Schüssel voll gut gewürzter, frisch gerösteter Nüsse mit einem Hauch Olivenöl und ich bin glücklich. Als ich dann diese Nusscracker hier gesehen habe, wusste ich sofort, dass sie sicher gut sein werden. Und wie wahr… knusprig, würzig, herrlich. Wie kann man bei dieser Mischung auch enttäuscht werden?

nusscracker

Der Knoblauch passt super. Paprika könnte ich mir auch gut vorstellen. Und nächstes Mal will ich unbedingt etwas geriebenen Parmesan darüber streuen, leider kam mir die Idee erst, als ich sie aus dem Ofen geholt habe. Und wo wir schon beim mediterranen Parmesan sind: wie wäre es mit getrockneten Tomaten, klein gehackten Oliven… ihr wisst schon. Wir haben sie mit einem Dipp aus Frischkäse, Schmand und Frühlingszwiebeln und am Tag darauf mit etwas Camembert und Obst gegessen. Eigentlich wollte ich noch eine Guacamole machen, aber ob ihr´s glaub oder nicht: ich habe einfach völlig vergessen, sie zu machen. Einfach so. Dafür landete die reife Avocado dann im Magic Schokoshake. Es gibt wirklich schlimmeres… für die Avocado und mich.

weiterlesen...

salat sauerkirschdressing

Am Samstag haben wir die ersten regionalen Erdbeeren auf dem Markt gefunden… endlich ist sie wieder da, die Erdbeerzeit! Der erste Biss in die zuckersüßen Früchtchen ist jedes Mal etwas besonderes. Umso trauriger, dass man in manchen (den meisten?) deutschen Supermärkten meinen könnte, dass die Erdbeersaison schon im Februar ausgebrochen ist. Dort liegen sie ja schon seit Wochen; rot, verlockend und verheißungsvoll süß. Was so hinter den spanischen Erdbeeren steckt, ist aber alles andere als süß… eher bitter. Außerdem: wo bleibt denn da die Vorfreude? Man verbindet viele Lebensmittel einfach mit bestimmten Dingen – so wie mir kein Lebkuchen ins Haus kommt, sobald sich die ersten Laubblätter färben (Halloooo…? Für Lebkuchen muss es draußen kalt sein und am besten noch schneien! Was will ich damit im Spätsommer?), wandert auch kein griechischer Spargel im März und keine spanischen Erdbeeren in den Einkaufskorb. Mittlerweile weiß doch eigentlich jeder, dass regionale Saisonprodukte nicht nur umweltschonender und günstiger, sondern auch viel vitamin- und nährstoffreicher sind und so schmecken, wie sie eben sollten. Ist ja klar, die regionalen Produkte müssen schließlich auch nicht unreif geerntet werden, weil sie noch zigtausende Kilometer Transport vor sich haben.

salat mit sauerkirschdressing

So. Jetzt bin ich aber etwas abgeschweift… eigentlich wollte ich euch ja nur erzählen, dass wir seit vorgestern also Erdbeeren daheim haben, ich darüber mega glücklich bin und mir diesen Salat hier auch prima mit Erdbeeren statt Kirschen vorstellen könnte. Kirschen? Im Mai?! Ja, aber bevor ihr jetzt empört aufschreit – natürlich Tiefkühlware ;) Den Salat habe ich schon vor ein paar Wochen gemacht, da war mir dank dem frühlingshaften Verwöhnwetter nämlich auch schon seeeehr nach Beeren aller Art und Kirschen. Da es aber ja noch nicht wirklich soweit ist bzw. war (wie gesagt, jetzt würde ich ihn mal mit Erdbeeren versuchen), behelfe ich mich wenn nötig erst mal noch mit Tiefkühlware. Eigentlich war mir nach einem Salat mit Himbeervinaigrette, Himbeeren hatte ich aber ausnahmsweise mal nicht im Haus. Als ich das Gefrierfach danach durchsucht habe, fielen mir dafür ein paar Sauerkirschen in die Hände und die konnte ich mir als Salatdressing ganz fabelhaft vorstellen. Und so war es! Ein bisschen Walnuss- und Olivenöl dazu, ein kleiner Schuss Ahornsirup, etwas Zitronensaft, Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer – fertig ist das fruchtig-säuerliche Dressing. Kann es kaum erwarten, es im Sommer nochmal zu machen und dann frische Kirschen mit in den Salat zu geben! Beim nächsten Mal gebe ich noch etwas Rucola dazu, passt bestimmt auch ganz wunderbar…

weiterlesen...


 

schoko-orangen-mousse-tartelettes

Ok, wie beschreibe ich euch diese kleinen Schätzchen? Mal sehen… schokoladig. Cremig. Süß. Nussig. Ein Hauch Karamell, der von den Medjool-Datteln kommt, deren Geschmack mich einfach immer wieder umhaut. Und dann ist da natürlich noch das Orangenaroma, das so toll zur Schokolade passt. Normalerweise bin ich nicht der allergrößte Schoko-Orange-Kombi-Fan, aber nachdem ich die Tartelettes gefüllt hatte und die Orange im Obstkorb mich so unglaublich angelacht hat, dachte ich; was soll´s, probieren wir´s. Und dieser kleine Frischekick ist genau das, was noch gefehlt hat. Wer alle Zutaten im Haus hat, kann innerhalb von ein paar Minuten diese Törtchen zaubern, sie müssen nämlich nicht gebacken werden. Der Boden besteht aus Walnüssen und Datteln und die Füllung aus einem cremigem Schoko-Bananen-Mandelmus. Wir haben die Tartelettes zum Nachtisch gegessen und waren nach je einem pappsatt. Ich liebe es einfach, wenn man so simpel aus ein paar tollen Zutaten kleine hübsche Dinge zaubern kann, die sündig aussehen und schmecken, es aber überhaupt nicht sind :)

weiterlesen...

herbstsalat1

Sofort als ich diesen Salat bei Food plus Words gesehen habe, wanderte er auf den Menüplan. Nicht nur die Kombination von Salat, knackig gerösteten Walnüssen, fruchtigen Cranberries und salzigem Ziegenkäse hat es mir angetan, auch dank dem apple cider dressing war ich gleich ganz aus dem Häuschen. Was für eine geniale Idee! Die Vinaigrette besteht aus Apfelsaft, Apfelessig und Olivenöl, ist mit ein wenig Ahornsirup leicht gesüßt und mit einer Prise Zimt gewürzt. Das nenne ich mal herbstlich! Wir hätten uns in das Dressing reinlegen können und so gab es den Salat die Woche darauf gleich nochmal, diesmal allerdings als Beilagensalat und daher ohne Ziegenkäse. Mit dem Käse kann ich ihn euch aber genauso ans Herz legen, probiert ihn aus!

herbstsalat2

weiterlesen...

raw brownie

Ich habe vor einigen Wochen mal sogenannte “Black Bean Brownies” gemacht – ganz genau, mit roten Bohnen drin. Ja genau, in einem Dessert. Da ich sie zwar ganz ok fand, aber nicht so 100%ig davon überzeugt war, habe ich nicht darüber gebloggt. Mein Mann, dem ich das Ganze ohne große Erklärung vorsetzte, hat, einer spontanen Eingebung folgend, ein Stück davon aufgewärmt und zusammen mit einer Kugel Vanilleeis verspeist. Dann meinte er zufrieden kauend und mit vollem Mund zu mir: “Hey, die schmecken wie dieses Brownie-Zeug vom Burger King!”. Ich nehme mal an, dass das ein Kompliment war. Er weiß bis heute nicht, dass da rote Bohnen drin waren. Er weiß noch nicht mal, dass sie - rein von den Inhaltsstoffen her - so gesund waren, dass sie es wahrscheinlich sogar mit einem Broccoli aufnehmen könnten ;) Diese Version hier ist noch simpler, ebenfalls “gesund” und hat mir persönlich um Längen besser geschmeckt als der erste Versuch. Man nehme:

weiterlesen...