Herbst Vegetarisch Winter

Bittersüßer Flammkuchen

2. Februar 2014

Flammkuchen Birne und Radicchio {flowers on my plate}

Wollen wir ein kleines Experiment starten? Ok, ich sage: „Achtung, dieses Rezept enthält eine bittere Komponente“.

Und jetzt schauen wir mal, wer von euch noch weiterlesen will…

Flammkuchen Birne und Radicchio {flowers on my plate}

Na, noch da? Wenn ja, dann habt ihr mich gerade ganz schön glücklich gemacht. Denn wenn ja, dann scheint ihr wie ich zu einer Minderheit zu gehören, einer Gruppe von Leuten, die beim Wort „bitter“ nicht sofort die Flucht ergreifen. Ich habe keine Ahnung warum, aber „bitter“ scheint das neue böse zu sein. Allein dieses fiese Wort… Wer möchte schon gern mit bitter assoziiert werden? „Süß“ – oh ja, gerne und jederzeit. Aber das wird doch irgendwann auch mal langweilig.

Flammkuchen Birne und Radicchio {flowers on my plate}

Dabei vergessen viele, dass es wie immer die Mischung macht, denn zu einer richtig guten Bitternote gehört meist auch ein bisschen süß: Saftige, rosa Grapefruits. Zartbittere Schokolade. Knallgelbe Kumquats. Radicchio + Birne, so wie in diesem Rezept. Übrigens auch sehr lecker: Knackiger Chicorée mit süß-saftigen Orangen und etwas cremigem Brie, hatten wir diese Woche und war mal wieder sehr lecker. Lasst uns essen, wie das Leben manchmal spielt und lasst es uns feiern: Ein Hoch auf bittersüß! Seid ihr mit dabei?

5.0 from 1 reviews
Bittersüßer Flammkuchen
 
Autor:
Für: 1 großen Flammkuchen / reicht mit Salat für 2 Personen
Zutaten
  • 1 Flammkuchen-/schneller Pizzateig
  • 1 kleiner Radicchio*
  • 1 Birne**
  • 80g Pecorino oder Parmesan
  • 100g Sauerrahm
  • 2 EL Pinienkerne
  • Zum Servieren ggf. Salz & Pfeffer / Balsamicocreme / Honig
Zubereitung
  1. Flammkuchenteig wie beschrieben zubereiten und 20 Minuten ruhen lassen. Währendessen Backofen auf höchster Stufe Unter-/Oberhitze entweder mit einem Pizzastein oder einem Blech ohne Backpapier, das unten auf den Backofenboden gelegt wird aufheizen.
  2. Radicchioblätter waschen und grob zupfen. Birne waschen, entkernen und in Scheiben schneiden. Käse reiben. Wenn der Stein / das Blech ausreichend vorgeheizt ist, aus dem Ofen nehmen und dann zügig arbeiten: Teig mit den Händen einigermaßen in Form bringen, vorsichtig auf Stein oder Blech (dann mit Backpapier) legen, mit Sauerrahm, Radicchio*, Birne und Käse belegen, zum Schluss die Pinienkerne darüber streuen. Für 8-15 Minuten - je nach Hitze in eurem Ofen - backen und nach Belieben mit Salz & Pfeffer, etwas Honig oder Balsamicocreme beträufeln.
Notizen
*Ggf. eine Teil der Radicchio Blätter zum Belegen nach dem Backen aufheben - fürs Auge

**Ich hatte das Glück um diese Zeit noch deutsche Birnen zu finden, wenn ihr keine deutschen mehr findet, greift besser auf regionale Äpfel zurück

 

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15 Kommentare

  • Antworten meliha 2. Februar 2014 at 18:17

    tolles rezept!! das wird morgen ausprobiert!!!
    danke und schönen sonntag abend noch!

    liebe grüße
    meliha

    • Antworten Dani 5. Februar 2014 at 17:45

      Und Meliha, hat´s dir geschmeckt? Liebe Grüße!

  • Antworten Nora&Laura 2. Februar 2014 at 19:00

    das „bitter“ stört uns gar nicht!! sieht unglaublich lecker aus!!
    liebe grüße
    laura&nora

    • Antworten Dani 5. Februar 2014 at 17:45

      Da bin ich aber froh! 🙂

  • Antworten Ylva 2. Februar 2014 at 19:29

    Guten Abend liebe Dani,

    tatsächlich mag ich bitter auch sehr gerne – wie Du es so schön schreibst: mit der richtigen Kombination ist es einfach herrlich! Dieser Flammkuchen hört sich köstlich und nach einer tollen Geschmacksexplosion an. Der kommt auf die Ausprobieren-Liste! 🙂

    Bis nächste Woche, meine liebe. Wir freuen uns schon riesig!
    Ich drück Dich!
    Ylva

    • Antworten Dani 5. Februar 2014 at 17:46

      Liebe Ylva, genau so ist es, die Kombi macht´s. Und wir freuen uns auch schon riesig auf euch, dicken Drücker! 🙂

  • Antworten Julia 2. Februar 2014 at 20:09

    Das ist ein wunderbares Rezept, Dani, ich liebe Radicchio. Wem der zu bitter ist, der kann sich ja an dem, meiner Meinung nach etwas gefälligerem, Radicchio Trevisano probieren und sich dann langsam an bittere Lebensmittel rantasten. Ich persönlich finde es nämlich auch schade, dass „bitter“ so langsam aber sicher vom Speiseplan verbannt wird, süß, salzig, scharf gehen ja immer. Ein Hoch also auf die Geschmacksvielfalt, die es jetzt gerade im Winter gibt 🙂
    Liebe Grüße,
    Julia

    • Antworten Dani 5. Februar 2014 at 17:48

      Liebe Julia, eben, ich finde es auch so schade, dass bitter mittlerweile total out zu sein scheint… aber wir wissen es besser, so! 😉
      Ganz liebe Grüße!

  • Antworten Theresa 3. Februar 2014 at 12:58

    Liebe Dani,
    was wäre es eintönig, wenn das Leben nur süß wäre! Ich sehe das ganz wie Julia – ein Hoch auf die Geschmacksvielfalt – sowohl im Leben als auch auf dem Teller. Wer bei so einem leckeren Flammkuchenrezept einen Rückzieher macht, dem ist nicht zu helfen 😉 gestern gabs bei uns übrigens deinen Sushi-Salat, auch sehr lecker! Merci und liebe Grüße, Theresa

    • Antworten Dani 5. Februar 2014 at 17:49

      Liebe Theresa, freut mich sehr, dass euch der Sushi Salat geschmeckt hat! Und wie du so schön sagst: ein Hoch auf die Geschmacksvielfalt – darauf stoß ich gedanklich direkt mal mit dir an 🙂 Liebe Grüße!

  • Antworten Die Kärntnerin 4. Februar 2014 at 14:21

    Hallo,

    hab deinen/euren Blog gerade auf Pinterest entdeckt. Schöne Rezepte und noch schönere Fotos! Flammkuchen geht bei mir immer und die Minestrone mit Quinoa ist ein super Idee, die ich mir gleich speicher!

    lg, die Kärntnerin

  • Antworten Dani 5. Februar 2014 at 17:51

    Hallo Kärntnerin, schön, dass du hergefunden hast, mach´s dir gemütlich 🙂 Liebe Grüße, Dani

  • Antworten Jrene 10. Januar 2016 at 21:10

    Danke für die Inspiration. Wir haben unsere Variante leicht angepasst. Schmeckte toll!
    http://www.hellojrene.ch/blog/2016/1/10/rezept-winterlicher-flammkuchen-auf-dem-grill
    Herzlich, Jrene

    • Antworten Dani 15. Januar 2016 at 20:11

      Vielen Dank, Irene, das freut uns!

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