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Holunderblütensirup

Sommer Süßes

Holunderblüten-Minz-Sirup (oder so ähnlich)

9. Juli 2011

Holunderblueten-Minz-Sirup

Also. Wie erkläre ich das jetzt. Ich wollte Holunderblütensirup machen – eine meiner heimlichen Sommerlieben: ein kleiner Schluck davon in einem Glas eiskaltem Wasser, dazu ein paar Eiswürfel, Zitronenscheibe und/oder Minze ergibt für mich das perfekte Sommergetränk, absolut erfrischend und lecker! Als ich bei Stuttgart Cooking dann das Rezept dazu gesehen habe, war klar, dass ich den Sirup auch mal selbst testen will. Vor kurzem haben wir bei schönstem Juniwetter einen sehr entspannten Sonntagsausflug gemacht, auf dem Rückweg habe ich in der Nähe eines Cafés einen riesigen Holunderbusch gesehen und mich gleich mal daran bedient. Da ich nur 3 Zitronen da hatte, dafür aber noch 1 Orange, habe ich diese noch mit reingegeben. Ich habe von den Zitrusfrüchten mit einem Sparschäler dünne Streifen abgeschält, weil ich es sehr zitrusaromatisch haben wollte. Leider habe ich keine Zitronenmelisse dieses Jahr gepflanzt, die hätte natürlich noch perfekt dazu gepasst. Stattdessen habe ich einfach 3 Zweige frische Minze mit reingegeben, da ich die Kombination Minze und Holunderblüte ja in oben genanntem Wasser schon lieben gelernt habe. So weit, so gut. Ich habe den Sud also 3 Tage vorher angesetzt, wie es sein soll. Danach habe ich ihn aufgekocht und den Zucker hinzugegeben. Und da ich ja fast immer versuche, die Zuckermenge zu reduzieren, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass fast jedes Rezept auch mit weniger Zucker immer noch ausreichend süß und lecker schmeckt, habe ich die Zuckermenge auch hier ganz spontan von 1 kg auf 700g reduziert (*tüdelü*). Das Reduzieren mag bei den meisten Rezepten gut klappen, bei der Sirupherstellung aber… schwierig. Hätte ich mir aber auch denken können. Das Ergebnis schmeckt wirklich total lecker, immer noch sehr süß, aber durch den geringeren Zuckeranteil einfach etwas dünnflüssiger, als man es vom typischen Sirup her kennt. Uns stört das ehrlich gesagt aber gar nicht, denn der Geschmack ist wie gesagt super und der Sirup wird ja sowieso irgendwo hineingerührt und spätestens dann geht die Konsistenz eh flöten. Die Zitrus- und Holunderaromen sind der Wahnsinn, die Minze kommt nur sehr fein durch, aber uns reicht es. Die Menge ergibt ca. 1,5-2 Liter, ich hab es nicht gemessen und den Sirup in verschiedene Flaschen und Gläser abgefüllt, kann also nur schätzen.

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Holunderblüten-Minz-Sirup (oder so ähnlich)
 
Autor:
Zutaten
  • 14 Holunderblütenstauden, frisch gepflückt
  • 3 Bio-Zitronen
  • 1 Bio-Orange (muss nicht sein, 1 Zitrone mehr geht auch)
  • 3 Zweige frische Minze (wer mehr Minzaroma haben will, sollte mehr Zweige nehmen)
  • 1 Liter Wasser
  • 700g Zucker (oder, wer es dickflüssiger mag: 1 kg, wie im Originalrezept)
Zubereitung
  1. Die Holunderstauden auf kleine Insekten kontrollieren und diese entfernen, die Blüten aber nicht waschen. Die Zitronen und Orange heiß abwaschen. Den Liter Wasser zum Kochen bringen, währendessen von Zitronen und Orange die Schale mit einem Sparschäler sehr dünn abschälen - es sollte so wenig weißes mit dabei sein wie möglich, das macht das Ganze nämlich bitter. Dann die Früchte auspressen. Das kurz abgekühlte, nicht mehr kochende Wasser mit den Zitrusschalen vermengen und ganz abkühlen lassen. Wenn das Wasser zimmerwarm ist, die Zitrusfrüchte halbieren, auspressen und den Saft zum Wasser geben. Die Minze mit reingeben, dann die Holunderstauden und alles gut vermengen. Den Ansatz an einem kühlen Ort, nicht ganz abgedeckt, für 3 Tage ziehen lassen. Da wir mittlerweile ja schon nah an der 30°C Marke kratzen, habe ich das Ganze mit einem Küchenhandtuch abgedeckt in den Kühlschrank verfrachtet, da wir momentan einfach keinen wirklich kühlen Ort in der Wohnung haben.
  2. Nach 3 Tagen genügend Flaschen und/oder Gläser für den fertigen Sirup bereitstellen. Den Sud durch ein sehr feines Haarsieb oder Küchentuch abseihen, in einen Topf geben und aufkochen lassen. Den Zucker einrühren, kurz kochen lassen und dann heiß abfüllen. Ich habe die Gläser und Flaschen nach dem Verschließen auf den Kopf gestellt, wie man es vom Marmelade kochen her kennt, damit sich an Vakuum bildet - ehrlich gesagt hab ich aber keine Ahnung, ob das nötig ist. Aber ich denke, schaden wird es sicher nicht.
  3. Den angebrochenen Sirup dann jeweils im Kühlschrank aufbewahren.
Notizen
Quelle: Stuttgart Cooking