Europa Reisen

Dänemark Teil 1 – Seeland

3. August 2014

Reisebericht für Seeland, DänemarkWir landen am Vormittag und Kopenhagen begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein. Kurz fällt es uns schwer, die Stadt so komplett beiseite zu legen, aber für jetzt sind erst mal ein paar Tage Erholung und Meer-Entspannung geplant. Die Badelaken und der extra noch schnell gekaufte rote Badeanzug im Koffer freuen sich schon. Der Mietwagen bringt uns in 90 Minuten an die nördliche Küste von Seeland, in das kleine Fischerdorf Gilleleje, dessen Namen wir trotz ständigem Üben bis heute noch nicht richtig aussprechen können. Wir checken ein in unserem Cottage (wie schon so oft hier gebucht), erkunden die nähere Umgebung und schauen uns schlussendlich den späten skandinavischen Sonnenuntergang beim Leuchtturm an, 5 Laufminuten entfernt. Ganz alleine und ungestört, nur begleitet vom Wellenrauschen und der ein oder anderen Möwe.

Gilleleje_Dänemark

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Gilleleje_Dänemark

Gilleleje_Dänemark

Am nächsten Tag fahren wir zum Hafen und lassen uns treiben, entdecken im kleinen Dorf schmale Gässchen und hübsche Häuser.

Gilleleje_Dänemark

Gilleleje_Dänemark

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Gilleleje_DänemarkGilleleje_Dänemark

Nach einem Mittagessen am Hafen fahren wir zum Fredensborg Slot, „Dänemarks Versailles“ – Versailles in klein und putzig, dafür immer noch aktuell da noch vom Königshaus genutzt und mit atemberaubend weisen alten Bäumen im Schlossgarten.

Fredensborg Slot
Fredensborg Slot
Fredensborg Slot

Langsam zieht es zu und das mit dem Badeurlaub wird nichts mehr werden, der rote Badeanzug bleibt im Koffer. Doch das macht nichts, wir genießen dafür weitere Tagesausflüge und lange Cottage-Abende mit Rosé und Kartenspiel. An einem Abend gewinnt schwarz rot gold und wir werden dank unserer im Wind schwingenden Fahne am Mietwagen des Öfteren freudig von Vorbeifahrern angehupt. Auf dem Heimweg, vorbei an Wäldern, Kornfeldern und Meer holen wir ein paar Köstlichkeiten beim örtlichen Bauernhof, mit freudig-faltig-lächelnder Oma an der Kasse im allerkleinsten Lädchen, oben befindet sich die Wohnung, direkt daneben das Gemüsefeld und mein Herz hüpft. Daheim wird ein großer, lauwarmer Salat daraus gezaubert, mit Palmkohl – über den ich mich wohl am Meisten freue, da ich ihn bei uns nie finde – Radieschen, Tomaten, Frühlingszwiebeln und von Zuhause mitgebrachtem Räuchertofu, der knusprig gebraten wird. Zum Dessert gibt es eine dänische Spezialität: Koldskål; Erdbeeren und Kardamom-Kekse, die in einem Vanille-Buttermilchsee schwimmen. Urlaubs-Festessen.

Nordseeland_Dänemark
Nordseeland_Dänemark

Nordseeland_Dänemark

Seeland_Dänemark

An einem Mittag holen wir uns Smørrebrød, köstlich belegte Brote und essen sie an einem schönen, einsamen Strand. Immer noch ohne Badeanzug, dafür mit dramatischem Wolkengemälde. Die Landschaft hier fasziniert uns, allein schon die Farben: Seeland ist blau wie das Meer und viele der unzähligen Holzhäuschen, grün wie die ausgiebigen, teils recht verschlungenen Wäldern in denen man sich so schön verlieren kann, rot wie die Backsteinhäuser und natürlich golden wie die bis an den Horizont reichenden Kornfelder, auf denen die Grundzutat für das unverwechselbar gute dänische Brot wächst.

Nordseeland_Dänemark

Nordseeland_Dänemark

Dänemark

Nordseeland_Dänemark

Nordseeland_Dänemark

Nordseeland_Dänemark

Dänemark

Nordseeland_Dänemark

Natürlich müssen wir, wo wir doch in der Nähe sind, auch das weltberühmte Kunstmuseum Louisiana besuchen. Allein schon wegen der atemberaubenden Lage direkt an der Küste lohnt sich der Stop. Und wegen dem „Café“ dort, das so viel mehr ist, als das – hier wird kreative, ständig wechselnde neu-nordische Küche zu bezahlbaren Preisen serviert, mit eben jenem herrlichen Ausblick ins Blaue, wenn man das Glück hat einen Platz auf der Terrasse zu ergattern. Weit drüben am Horizont lockt Schweden und in Gedanken winke ich Susanne zu, die dort gerade verweilt.

Louisiana_Dänemark

Louisiana_Dänemark

Wir machen noch ein paar weitere Ausflüge, unter anderem nach Helsingør und Hillerød, mein ganz persönliches Highlight aber ist der Besuch im Karen Blixen Haus, die Karen Blixen, welche „Jenseits von Afrika“ und „Babettes Fest“ zu Papier gebracht hat. Was für eine Frau… Ich liebe es, durch alte Autorenhäuser zu laufen: Oscar Wilde in Key West, Mark Twain in Neuengland und nun hier. Die einzelnen Geschichten scheinen hier buchstäblich noch in den original eingerichteten Zimmern zu schweben. Wir sehen ihren Tisch, an dem sie so viele unzählige Stunden verbrachte, ihre Schreibmaschine, ihren Koffer, der sie nach Afrika begleitet hat, ja sogar ihre antike Puderdose ist noch erhalten. Um das Haus herum dehnt sich der weitläufige Garten aus und einen kurzen Spaziergang durch den kleinen Wald später stehen wir vor einem der schönsten, größten und ältesten Bäume, darunter ein schlichter Stein mit Karen´s Namen, mehr nicht und man versteht sofort, warum sie an genau diesem Platz ruhen wollte.

Karen Blixen House

Karen Blixen House

Die Rückkehr aus Afrika fiel Karen Blixen sehr schwer und zum Teil kann man das natürlich nachvollziehen. Aber eines ist klar: ihre Heimat Dänemark hat ganz offensichtlich auch wunderschöne Seiten und Skandinavien hat uns persönlich jetzt schon erobert.

Dänemark

Dänemark

Dänemark

Im 2. Teil unseres Urlaubsberichtes nehmen wir euch mit nach Kopenhagen, in die Stadt der Fahrräder, Nettigkeiten und Kinder, dazu eine Menge kulinarischer Tipps – bis bald!

Dänemark

Und zum Schluss: Während wir im Urlaub waren gab es es ein paar neue Features von unserem kleinen Reich hier, über die wir uns sehr freuen; so findet ihr uns in der aktuellen La Viva in der Rubrik „Helden des Alltags“ (huch!) sowie auf der Plattform EatSmarter, außerdem hat AEG unsere weiße Schoko & Kokos Panna Cotta vorgestellt, vielen Dank dafür!

 

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21 Kommentare

  • Antworten Tanja 3. August 2014 at 19:29

    Vielen Dank für die tollen Eindrücke ♡

    • Antworten Dani 5. August 2014 at 21:31

      Sehr gerne 🙂

  • Antworten Anonymous 3. August 2014 at 21:15

    so schön, dani! danke für diese abendsonntägliche (bilder)reise auf meinem kleinen telefon 😉

    • Antworten Anonymous 3. August 2014 at 21:18

      sagt und freut sich
      nina/frl.

      • Antworten Dani 5. August 2014 at 21:32

        Liebe Nina, huch, warum bist du denn anonym unterwegs, stimmt was nicht mit der Technik hier? So oder so: ganz herzlichen Dank und liebste Grüße 🙂

  • Antworten Julia 3. August 2014 at 22:05

    Liebe Dani, wer möchte schon seinen roten Badeanzug anziehen, wenn er so wunderbare Dinge abseits des Meeres erleben kann! Ich hoffe, Ihr hattet erholsame Tage und konntet viel neue Energie sammeln. Behaltet Euch das Urlaubs-Feeling so lange es geht 🙂
    Liebe Grüße!
    Julia

    • Antworten Dani 5. August 2014 at 21:32

      Das ist wohl wahr, liebe Julia – baden kann man durchaus auch mal wann anders 😉 Bisher klappt das mit dem Urlaubs-Feeling noch ganz gut und Foto schauen zwischendurch hilft zum Glück auch. Liebe Grüße!

  • Antworten susanne 4. August 2014 at 1:01

    Danke das ich eure virtuelle Reisebegleitung sein durfte – so schön geschrieben und liebevoll im Bild festgehalten!!

    • Antworten Dani 5. August 2014 at 21:33

      Ach, ich danke dir, liebe Susanne! Und: es war mir ein Fest, dich als virtuelle Parallel-Urlaubsbegleitung zu haben 🙂

  • Antworten Franziska 4. August 2014 at 11:40

    Liebe Dani,
    du hast einen Werbevertrag mit Skandinavien, oder? Wir überlegen uns gerade schon, ob wir nächstes Jahr hingehn sollen. Und ich glaube: Ja!
    Das Allgäu lassen wir natürlich trotzdem nicht hängen, dem werden wir trotzdem eine Woche einen Besuch abstatten. Es wäre super, wenn du mir den Link zu dem Cottage schicken könntest, denn das sieht echt super aus!

    Liebe Grüße und vielen Dank,
    Franziska

    http://www.howbigarethesmallthings.wordpress.com

    • Antworten Dani 5. August 2014 at 21:37

      Hihi, Werbevertrag mit Skandinvavien, schön wär´s! So ähnlich wie dir jetzt ging es uns, als wir Ylvas Dänemarkfotos Anfang des Jahres angeschaut haben… tja und kurz darauf haben wir gebucht 😉 Link zum Cottage geht gleich an dich raus.
      Allgäu, da sagst du was… wir werden im Herbst wohl wieder meinen Bruder besuchen, er wohnt mittlerweile dort. Traumhaft schön!
      Liebe Grüße!

  • Antworten Ylva 5. August 2014 at 9:14

    Was für traumhaft-schöne Fotos Ihr Lieben!
    Und Euer Urlaub hört sich nach einer Monsterladung voller Entspannung, Erholung und Seele baumeln lassen an. Genau so, wie ein Urlaub sein soll. Lieben Dank für das Teilen der wunderbaren Eindrücke… Fernweh, ick hör Dir trapsen! 😉
    Ganz liebe Grüße – ich freu mich schon auf den Kopenhagen-Bericht!
    Ylva

    • Antworten Dani 5. August 2014 at 21:39

      Genau das alles war es auch, meine liebe Ylva – und wir haben es auch gebraucht. Kopenhagen ist noch in der Mache, aber nächste oder übernächste Woche sollte es soweit sein 🙂

      Liebe Grüße und euch noch einen schönen Abend!

  • Antworten Persis 8. August 2014 at 10:45

    Megafernweh durch Blogbeitrag. Danke für die vielen bezaubernden Bilder!

    • Antworten Dani 9. August 2014 at 18:13

      <3
      Ich danke Dir! :)

  • Antworten Simone 15. August 2014 at 12:31

    Hi Dani,
    ich bin durch Laviva auf Deine Seite“gelockt“ worden. Die Zeitschrift habe ich mir übrigens zum ersten Mal gekauft und bin positiv überrascht. Jetzt habe ich direkt auf Deinen Dänemark Urlaub geklickt, weil ich nämlich nächstes WE für 4 Tage nach Kopenhagen fliege. Ich hoffe Du veröffentlichst noch rechtzeitig vorher Deine Tipps zu Kopenhagen.
    Jetzt werde ich mich mal den Rezepten zuwenden 🙂
    LG, Simone

    • Antworten Dani 15. August 2014 at 13:46

      Liebe Simone,
      freut mich sehr, dass du hierher gefunden hast! Mit Kopenhagen hast du Glück, ich bin mit dem Beitrag fast fertig und will ihn am Sonntag veröffentlichen 🙂
      Wünsche dir jetzt schon mal einen traumhaften Urlaub, den werdet ihr dort sicher haben!
      Liebe Grüße,
      Dani

  • Antworten lisa 18. August 2014 at 9:58

    Ouh man, ich glaube dort konntet ihr so richtig abschalten und entspannen. Wundervoll, ganz zauberhaft.

    • Antworten Dani 22. August 2014 at 16:55

      Ja, das konnten wir, genau das, was wir gebraucht haben 🙂

  • Antworten eva Tillmann 21. August 2016 at 16:18

    Toller Beitrag. Ich überlege, ob wir nächstes Jahr in Gillelije Urlaub machen. Der linken zu eurem Cottage wäre toll…

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