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Familienurlaub im Bayerischen Wald

18. Oktober 2017

Bayerischer WaldNationalpark Bayerischer WaldAngefangen hat alles mit den Heidelbeeren. Im Frühjahr hatte meine Oma beiläufig erzählt, wie sie sich darauf freut, im Sommer „in die Heidelbeeren“ zu gehen. Wildheidelbeeren mit der Oma im Wald pflücken, da hüpfte mein Foodie-Herz natürlich gleich höher. Da wir es im Sommer zeitlich leider nicht geschafft haben, wurden Pläne für den Herbst geschmiedet und aus Heidelbeeren wurde „in die Pilze gehen“. Gleichzeitig – und das war eigentlich noch viel wichtiger – wollte ich mehr zu unserer Familiengeschichte lernen. Meine Oma sammelt nämlich immer dort, wo sie geboren und aufgewachsen ist, im Bayerischen Wald. Jahrelang habe ich gespannt den Geschichten ihrer Kindheit gelauscht, von kilometerlangen Schulwegen, vom hüfthohen Schnee im Winter, vom einfachen, schönen aber harten ländlichen Leben, vom freien aufwachsen zwischen Wiesen, Wäldern und Feldern. Von Gemeinschaft und Großfamilie. Von früher eben. Nun habe ich endlich die Plätze zu den Geschichten gesehen, die Häuser, Seen und Dörfer, die ich schon von den alten schwarzweiß Fotos kannte.

Es waren ein paar wunderschöne Tage. Wir hatten zuerst ein paar schöne Ferienwohnungen und Häuser auf Airbnb gesammelt (falls ihr Airbnb noch nicht kennt, es lohnt sich – über diesen Partnerlink bekommt ihr 30,- Euro für die erste Buchung), da wir aber zu sechst unterwegs waren, haben wir uns letztendlich für einen Ferienhof entschieden. Das spätseptemberliche Wetter meinte es unfassbar gut mit uns und so verbrachten wir die Tage fast komplett an der frischen bayerischen Luft. Wir spazierten bis in hohe Baumkronen, ich machte Yoga inmitten vom Wald, wir erklommen den höchsten Berg der Gegend (nicht so schroff-imposant wie in Tirol, trotzdem wunderschön), besuchten ein herrliches Museumsdorf mit Eseln, Ziegen, Gänsen und Hühnern, umrundeten mehr als einen See und aßen Wildheidelbeerpfannkuchen, Kaiserschmarrn und ordentlich viel Brotzeit. Wir haben einen urzeitlichen Stein gewackelt und sind – natürlich – in die Pilze gegangen. Am Abend wurden die Kartenspiele ausgepackt und bis tief in die Nacht um den Tisch herum gelacht. Die vielen Wälder entlang der Landstraßen ließen uns mit ihrem beginnenden Herbstlaub mancherorts verträumt an Neuengland zurück denken. Und dann waren da noch Pollys erste freie Schritte. Am dritten Abend, einfach so. Ob es an der bayerischen Luft lag? Wer weiß.

Wir waren absolut im Urlaubsmodus und haben die Kamera daheim gelassen, hier aber ein paar Handyeindrücke. Es gab kaum bis null Internetempfang, was dem Entspannungsgefühl nur noch mehr zu gute kam. Am letzten Abend waren wir bei Hafners hervorragend essen, leider haben wir diese Perle zu spät entdeckt, sonst wären wir hier sicher noch öfter eingekehrt. Die Sonnenterrasse hat einen grandiosen Ausblick auf die „bayerische Toskana“ und die Philosophie ist ganz nach unserem Geschmack. Naja, dann eben wieder beim nächsten Mal.

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6 Kommentare

  • Antworten Sabine 18. Oktober 2017 at 17:48

    Oh so schöne Handyfotos möchte ich auch gerne mal machen! Darf ich fragen, was du für ein Handy hast? Sehr schöne Eindrücke, wie immer… LG Bine

    • Antworten Dani 18. Oktober 2017 at 20:26

      Hallo Bine, danke dir! Wir haben iPhones, ein kleines bisschen mobiles bearbeiten konnte ich mir aber doch nicht verkneifen 😉 Liebe Grüße!

  • Antworten Constanze 19. Oktober 2017 at 11:57

    Wunderschöne Bilder – so schön, sich mit der Familiengeschichte auseinanderzusetzen!
    Viele Grüße, Constanze

    • Antworten Dani 20. Oktober 2017 at 19:54

      Danke dir, liebe Constanze!

  • Antworten Hannah 20. Oktober 2017 at 17:40

    Oh, das ist ja wirklich ein sehr schöner Beitrag – und wie war das mit den Engeln und Reisen 😉 ?! Ganz liebe Grüße von Hannah

    • Antworten Dani 20. Oktober 2017 at 19:55

      Hihi, liebe Hannah 😉 Mal wieder so süß von dir, ganz herzlichen Dank!

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