Europa Reisen

Dänemark Teil 2: Kopenhagen

17. August 2014

Unser Kopenhagen Reisebericht, Foodblog flowers on my plateWieder begrüßt uns Kopenhagen mit 25°C, Sonnenschein, ein paar dekorativen Wattewölkchen und einer leichten Meeresbrise. Doch diesmal wird es die ganze Woche über so bleiben und nach dem etwas durchwachsenen Wetter an der Küste können wir unser Glück kaum fassen. Nach dem Check-In im dänischen Altbau Stil Apartment (gebucht via Airbnb, über diesen Link bekommt ihr ein 35,-€ Guthaben!) knurren unsere Mägen, es ist früher Nachmittag und außer einem Mini-Frühstück hatten wir noch nichts zu essen.

Apartment Kopenhagen

Erstes Ziel werden also die Torvehallerne, die 2 Markthallen mit so viel Essensauswahl, dass wir zuerst gar nicht wissen, womit wir starten sollen. Dieses Mal gewinnt Grød, das Porridge Restaurant, wir probieren die herzhaften, risotto-ähnlichen Varianten – wer hätte gedacht, dass herzhaftes Porridge so gut sein kann? Auch die süßen Frühstücksvarianten, die wir ein paar Tage später testen, sind sehr lohnenswert. Wir streifen weiter umher, ins Stadtzentrum, landen beim Rundetårn („runder Turm“) und bekommen einen ersten Kopenhagen-Eindruck von oben. Später sind wir zurück im Apartment und dinnieren Sauerteigpizza bei Mother, nicht weit von uns.

Torvehallerne {flowers on my plate}

ASA Torvehallerne {flowers on my plate}

Grod Torvehallerne {flowers on my plate}

Torvehallerne {flowers on my plate}

Rundetarn{flowers on my plate}

Rundetarn {flowers on my plate}

Am nächsten Tag laufen wir zum SimpleRAW, nur einen Steinwurf entfernt und genießen die vegane Brunch Platte und den Cashewgurt – beides unglaublich gut. Frisch gestärkt lassen wir uns wieder in Richtung Zentrum treiben, vorbei am kleinsten Hotel in Kopenhagen, einigen süßen Läden in der Nähe, dem lauten Tivoli und dem Rathausplatz. Heute ist unser Hochzeitstag und wir feiern ihn im Relae, hervorragende neue nordische Küche, man schaue sich nur mal ihr Manifest an. Auf dem Heimweg steigen wir ein paar Bushaltestellen zu früh aus und schlendern durch das schöne Frederiksberg. Selbst um 22:30 Uhr ist es hier immer noch sehr hell und man kann nicht anders, man muss den skandinavischen Sommer einfach lieben.

Kopenhagen {flowers on my plate}

SimpleRAW Kopenhagen {flowers on my plate}

Hotel Central Kopenhagen {flowers on my plate}

Interior Kopenhagen {flowers on my plate}

Schild Hotel Central {flowers on my plate}

Mit einem frisch gepressten grünen simpleRAW Saft gegen den Rosé vom Vorabend machen wir uns ein paar Stunden Schlaf später wieder auf, diesmal die lange Fußgängerzone Strøget entlang, die man im Nachhinein die ersten paar hundert Meter lieber meiden sollte oder ach, am Liebsten vielleicht sogar ganz – lieber die Strøget Touriströme buchstäblich links liegen lassen und die vielen bezaubernden Altstadtgässchen drumherum entdecken, dort kamen wir nach einem herrlichen Brunch im Kompa 9 (kann ich hier bitte einziehen?) an ein paar schönen Perlen vorbei; viele kleine Läden, dazu die Klassiker Stilleben, Illums Bolighus und natürlich das Hay House.

Kompa9 {flowers on my plate}

Kompa 9 {flowers on my plate}

Kompa 9 Copenhagen {flowers on my plate}

Copenhagen streets {flowers on my plate}

Copenhagen street {flowers on my plate}

Hay House Kopenhagen {flowers on my plate}

HAY Copenhagen {flowers on my plate}

Shoppingpause machen wir im Green Sushi, wo ich mich an einer kleinen veganen Platte erfreue. Nun geht es zurück zu den vielen Menschen, dem Platz in Kopenhagen, den jeder Besucher offenbar gesehen haben muss: Nyhavn mit der hübschen bunten Häusermeile. Hübsch ist es, definitiv. Und trotz der Touri- und Restaurantüberlagerung überraschend entspannt. Ein paar Tage später machen wir hier abends noch eine Bootstour zum Sonnenuntergang.

Nyhavn Kopenhagen {flowers on my plate}

Kopenhagen Bibliothek {flowers on my plate}

Wandering Copenhagen {flowers on my plate}

Green Sushi Copenhagen {flowers on my plate}

Nyhavn Kopenhagen {flowers on my plate}

Doch jetzt laufen wir erst mal weiter zum Sitz des Königshauses, nach Amalienborg. Viel zu sehen gibt es dort eigentlich nicht, also geht es weiter nach Kastellet, immer am Hafen entlang. Kastellet mit seinen alten roten Militärschulhäusern und der Parkanlage hat uns gut gefallen, ruhig, schön angelegt und perfekt für einen frühen Abendstundenspaziergang. Zum Schluss sagen wir noch der kleinen Meerjungfrau gute Nacht.

Kastellet Kopenhagen {flowers on my plate}

Spaziergang Kasellet {flowers on my plate}

Kastellet {flowers on my plate}

Kleine Meerjungfrau {flowers on my plate}

Die nächsten Tage lassen wir uns einfach treiben. Wir mieten Fahrräder und genießen das neue Gefühl, innerhalb von wenigen Minuten von einem Ende zur Stadt zum anderen fahren zu können. Kopenhagen ist übersichtlich und gleichzeitig  verschlungen, obwohl man nach einiger Zeit oft an den selben Straßen vorbei kommt, findet man doch jedes Mal neue Ecken. Wir verlieren uns ständig in neuen Gassen, essen das beste Avocadobrot im Atelier September, shoppen neu-altes in Antikläden in Frederiksberg, ruhen uns zwischendurch immer wieder in einigen der vielen weitläufigen Parks aus (und beginnen spätestens dort zu verstehen, warum Kopenhagen die „most livable city in the world“ ist), essen im trendig-stylischen Paté Paté, das uns geschmacklich mehr als überzeugt, frühstücken in der Bio Bäckerei Brød, bewundern den Bienenstock beim Noma und besuchen Christiania.

Bienen Noma {flowers on my plate}

Baum {flowers on my plate}

Opernhaus Kopenhagen {flowers on my plate}

Noma {flowers on my plate}

Christiania, das zu beschreiben fast unmöglich ist, doch mangels Fotos, die dort recht unerwünscht sind, versuche ich es mal: Eine eigene Welt mit Alt-Hippies, Neu-Hippies, Studenten, Obdachlosen und mittendrin einem Wust von Touristen. Wohn-Bauwägen, selbst zusammengezimmerte Häuser, wunderschöne Natur und eine witzige Mischung an kleinen Shops. Eine Bühne, auf der ein DJ auflegt, darunter 20jährige, die in der Sonne Backgammon spielen, oben ohne, den frisch gedrehten Joint in der einen, das kühle Bier in der anderen Hand. Selbst angebautes Bio-Gemüse, daneben Plastikmüll auf den Wegen. Christiania, diese Welt der Gegensätze zwischen Anarchie und Utopie kann man nicht beschreiben, man muss sie erleben. Doch wenn man dann im etwas ruhigeren Teil, abseits der vielen Menschen in einem der besten Cafés draußen im Garten auf der Picknickbank sitzt, das hausgemachte, vegetarische Essen genießend, mit dem Blick auf den eigenen liebevoll angerichteten Kräutergarten und den weiß gestrichenen Gartenzaun an dem gerade die Schmetterlinge vorbei tanzen, dann, ja dann schlägt das Hippieherz plötzlich doch ganz schön hoch und man verlässt die Freistadt inmitten der Stadt mit einem breiten Lächeln auf den Lippen.

Brod Bäckerei Kopenhagen {flowers on my plate}

Zum Schluss hier noch ein paar Dos und Don´ts, die wir und vielleicht ja auch ihr fürs nächste Mal ganz hilfreich finden:

Dos:

  • Fahrräder mieten. Vielleicht erst am 2. oder 3. Tag, wenn ihr zu Fuß schon einiges in Ruhe entdecken konntet, auf dem Rad ist man doch um einiges schneller an allem vorbeigerauscht.
  • Planlos sein. Einfach mal loslaufen, sich in den unzähligen Gassen verlaufen, am Hafen und die Kanäle entlang schlendern, Kopenhagen schreit gerade zu nach entspannten Entdeckungstouren
  • Die langen Sommertage nutzen und bis spät Abends draußen bleiben. Im Herbst und Winter stattdessen dann den hyggelig-Modus anwerfen und einen heißen Kaffee im Kompa 9 am gusseisernen Ofen mit guten Zeitschriften genießen.
  • Nyhavn. Sollte man schon mal gesehen haben und wenn nur kurz. Die Bootstour fanden wir auch nicht schlecht, vom Wasser aus sieht man noch viel
  • Gute Schuhe mitnehmen. Wirklich. Wir sind im Schnitt täglich 5-6km gelaufen.
  • Die unzähligen Parks genießen…
  • … und dabei die noch unzähligeren Kleinkinder der vielen jungen hippen Familien beobachten und sich freuen, dass hier trotz dem unglaublichen Kind/Erwachsenenverhältnis auf wundersame Weise alles tiefenentspannt zu sein scheint
  • Mindestens ein Antikgeschäft und mindestens ein dänisches Designhaus besuchen
  • essen, essen, essen. Ernsthaft. Bei dem vielen Laufen und Radfahren und der Tatsache, dass hier einige der besten Restaurants der Welt (mit vielen, günstigeren Copycats, die die nordische Küche hochmotiviert nacheifern) liegen, ist das ein absolutes Muss
  • Zimtschnecken und/oder Zimtbrötchen für den Rückflug und Zuhause kaufen, am Besten in der Lagkagehuset Filiale am Flughafen. Und packt mindestens 2 mehr ein, als ihr geplant habt, mitzunehmen…

Don´ts:

  • Rathausplatz und unmittelbare Umgebung – zu voll, zu laut, zu viele Touris
  • Ebenso: Tivoli. Es sei denn natürlich, ihr steht auf sowas.
  • Strøget. Fanden wir überschätzt. Lieber die vielen Nicht-Markenstores in den Nebenstraßen entdecken
  • Die unmittelbare Hauptbahnhof-Gegend. Hier ist es wie in jeder Großtstadt: es gibt einfach charmantere Plätze
  • Nach 22 Uhr noch essen gehen zu wollen. Selbst an einem Samstag Abend hatten wir hier ernsthafte Probleme (nach der Bootstour) irgendwo eine offene Küche zu finden, die noch Essen serviert, da waren wir wohl zu blauäugig oder zu verwöhnt von New York
  • Sprachängste haben. So gut wie überall wird hier wirklich fließend englisch gesprochen und viele Cafés und Restaurants haben englische Menükarten oder helfen sonst gerne beim Erklären. Überhaupt trafen wir nur auf offene, freundliche Menschen.

So, das war also unser 1. Mal Kopenhagen… wollt ihr auch mal hin? Oder wart ihr sogar schon? Wenn ihr noch weitere Tipps habt, wir freuen uns!

Merken

Weitere Rezepte

16 Kommentare

  • Antworten Julia 17. August 2014 at 19:02

    Ich muss UNBEDINGT nach Kopenhagen, jetzt noch viel dringender, als ich das eh schon wollte! Vielen Dank, dass Du uns dorthin mitgenommen und so viel gezeigt hast <3

    • Antworten Ylva 22. August 2014 at 10:33

      Dem schließe ich mich an 😉 Trotz drei (?) Urlauben in Dänemark habe ich es bisher noch kein einziges Mal dorthin geschafft! Das muss nachgeholt werden. Und dann wird gebummelt, gegessen und geschwärmt.
      Vielen lieben Dank für Eure wunderbaren Tipps und die tollen Fotos zum Träumen!
      Ylva

      • Antworten Dani 22. August 2014 at 16:56

        Oh ja meine Liebe, es lohnt sich wirklich – auch wenn es geographisch leider etwas vom Schuss vom restlichen Dänemark liegt.
        Ich danke dir und dicken Drücker!

    • Antworten Dani 22. August 2014 at 16:54

      sehr gerne, liebe Julia! Wir waren auch nicht das letzte Mal dort 🙂

  • Antworten lisa 18. August 2014 at 9:57

    Ah .. jetzt will ich sofort nach Kopenhagen. Ganz tolle Eindrücke, die du hier teilst!
    Schönen Start in die Woche und liebsten Gruß, Lisa.

    • Antworten Dani 22. August 2014 at 16:54

      Vielen Dank, meine Liebe!

  • Antworten susanne 24. August 2014 at 12:24

    Ach am Liebsten sofort los …

    • Antworten Dani 24. August 2014 at 16:48

      🙂 Nimmst mich mit? 😉

  • Antworten Sarah 13. September 2014 at 15:18

    Super, deine Tipps und Eindrücke sind notiert! Im Oktober geht’s nach Kopenhagen 🙂

    • Antworten Dani 14. September 2014 at 16:01

      Ohhh, nimm mich mit, Sarah! 😉 Ganz viel Spaß und freue mich, wenn ich helfen konnte!

  • Antworten Anonymous 12. Oktober 2014 at 11:00

    Hallo,
    da will ich auch hin……
    wo habt ihr denn gewohnt? Hast du einen tipp, wo wir buchen könnten?
    Dein blog ist wirklich toll, mach weiter so!

    • Antworten Dani 12. Oktober 2014 at 13:31

      Hallo, wir haben (wie oft schon) über Airbnb gebucht, bisher haben wir nur gute Erfahrungen damit gemacht.
      Viele Grüße, Dani

      • Antworten Anonymous 29. November 2014 at 7:45

        Danke für den tipp, nächste woche geht es los, ich freu mich so! Wir werden auf euren spuren wandeln und hoffentlich viel schönes entdecken

        • Antworten Dani 2. Dezember 2014 at 17:49

          Ach wie schön – ganz viel Spaß und esst ein paar Zimtschnecken für uns mit 🙂
          Liebe Grüße!

    Was sagst Du dazu?