Aus dem Leben

{Gastbeitrag} Ideen für mehr Leichtigkeit im Frühling

17. März 2019

 Ihr Lieben, heute finden die Gastbeiträge mit der lieben Theresa von Theresa Kellner ihren krönenden Abschluss. Auch Theresas Blog ist einer meiner Liebsten, die pure Lebensfreude und Inspiration ihrer Beiträge steckt jedes Mal an, genau wie ihre leckeren Rezepte. Theresa hat für uns alle einen Beitrag zum Thema Simple & Slow Living vorbereitet, auch eines unserer absoluten Herzensthemen. Vielen Dank, liebe Theresa!

In der letzten Zeit habe ich mich ab und an bei dem Gedanken erwischt, dass ich mir eine Pause wünsche. Einfach mal einen Tag nur für mich. Oder ein ganzes Wochenende. Abhauen und ins Blaue fahren. Den Wind wieder auf der Haut spüren mit dem vorfreudigen Kitzeln eines Abenteuers – und voller Neugier auf ganz vieler neue Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen, die hinter der nächsten Wegabzweigung warten. Vermutlich haben Dani und Michael auch aus diesem Grund ihre Koffer gepackt und sind an das andere Ende der Welt gereist. Es ist nicht nur unglaublich schön, in den Wintermonaten die Sonne und Wärme des Südens einzufangen, sondern auch einfach unglaublich wohltuend die tägliche Routine mit einer großen Portion Abwechslung aufzumischen.

Nach Lust und Laune loszuziehen und sich mal eben so ins nächste Abenteuer zu stürzen, ist für die meisten von uns allerdings selten mit dem Alltag vereinbar. Aber deswegen auf das wunderbare Gefühl von Leichtigkeit verzichten? Auch zu Hause können wir uns ganz bewusst kleine Auszeiten und Pausen nehmen, die das Leben zwischen all den To Do’s, Terminen und Verantwortlichkeiten etwas langsamer werden lassen und uns die manchmal vermisste Leichtigkeit wieder schenken.

Und was würde besser passen, als die jetzt beginnende Fastenzeit und den Frühlingsauftakt als schöne Erinnerung zu sehen, sich mal wieder etwas Gutes zu tun und den Fokus auf feine Augenblicke der Achtsamkeit zu lenken? In den nächsten Wochen werde ich mir gezielt Momente für Genuss und Leichtigkeit in den Alltag einladen und vielleicht habt ihr ja Lust auch mitzumachen?

Das hier sind meine liebsten Impulse für mehr Leichtigkeit im Alltag:

1) Innehalten

Wie oft nehmen wir uns im Alltag wirklich Zeit für uns selbst? Während wir mit den Gedanken meistens schon in der Zukunft herumturnen oder noch einem Erlebnis aus der Vergangenheit nachhängen, ist es unglaublich kraftvoll, einfach mal innezuhalten und im Hier und Jetzt anzukommen. Genau in diesem Moment. Dadurch verlangsamt sich die Zeit von ganz allein und wir können in uns hineinspüren und sehen, wie es uns eigentlich so geht und was wir gerade  brauchen. Innehalten gelingt mir z.B. gut bei alltäglichen Routinen, die ich als Achtsamkeitsanker umfunktioniert habe. Beim Händewaschen kann ich das Wasser auf der Haut spüren. Beim Warten an der Ampel oder in der Schlange im Supermarkt nehme ich ein paar tiefe Atemzüge. Und abends vor dem Schlafengehen schreibe ich drei Dinge ins Notizbuch für die ich an diesem Tag dankbar bin und komme so bei mir an.

2) Offline sein

Bildschirme sind in den letzten Jahren in unserem Leben omnipräsent geworden und das Finden der nächsten WLAN-Verbindung scheinbar zum größten Antrieb unserer Generation. Manchmal frage ich mich, wie sich unser Alltag verändern würde, wenn wir mit einem genauso großen Eifer für uns selbst sorgen würden wie wir an öffentlichen Orten nach Steckdosen Ausschau halten. Auch ich verbringe unglaublich viel Zeit im Internet (die nicht zu verkennende Kehrseite, wenn man sich ein Online Business aufbaut…) und durfte erst lernen, dass es mir so viel besser geht, wenn ich mein Leben mehr in die Hand nehme als mein Telefon. Seit dem Herbst bleiben Instagram und mein E-Mailpostfach deshalb sonntags geschlossen und ich nehme mir bewusst offline Zeit, um das Entfalten neuer Freiräume zu ermöglichen. Es kann sein, dass ich einfach in Ruhe eine Tasse Tee trinke, mal wieder einen Roman lese, mir mit inspirierenden Zeitungsausschnitten ein Visionboard bastele oder in der Küche in der genüsslichen Zubereitung von Zimtschnecken oder Risotto versinke, da ist die Meditation direkt inklusive.

3) Pläne schmieden

Wenn wir darauf warten, dass sich im Kalender plötzlich Lücken für komplett freie Zeit auftun, können die meisten von uns wahrscheinlich warten, bis wir alt und runzlig sind. Eine meiner Überzeugungen ist: “Was nicht geplant ist, wird nicht passieren.” Im Umkehrschluss bedeutet das, sich ganz gezielt den Kalender zu schnappen und Auszeiten einzuplanen – für ein duftendes Bad mit ätherischen Ölen, für einen Spaziergang an der frischen Luft, für einen gemeinsamen Dinnerabend mit Freunden, für eine Fahrradtour mit der Familie oder einen Abstecher zum Lieblingsblumenladen. Wenn’s im Kalender steht, sind die Chancen gleicht viel höher!

4) Ballast abwerfen

Jedes Jahr im Frühling überkommt mich eine große Lust darauf, mal wieder Tabula rasa zu machen und so richtig in meinem Leben aufzuräumen. Alles, was mich nicht stärkt und beflügelt, darf im hohen Bogen rausfliegen und zurückbleibt nur das Notwendige und Schöne. Neben Freude und Fülle sind das vor allem Leichtigkeit und Klarheit – und so viel mehr Zeit als Zeug. Unnötigen Ballast abzuwerfen und sich freizumachen, geht besonders in der Fastenzeit hervorragend, weil da Entgiften sowieso in aller Munde ist. Egal ob es das Loslassen von alten, ungeliebten Gewohnheiten, einseitigem Essverhalten, eingestaubten Büchern im Regal oder den Pfandflaschen hinter der Küchentür ist. Was gut tut, darf jeder für sich selbst entscheiden und freudig ausmisten.

5) Um Hilfe bitten

Dieser Punkt ist für diejenigen unter uns, die wie ich oft das Gefühl haben, alles allein schaffen und wuppen zu müssen. Weil es ein Irrtum ist, dass es ein Zeichen von Stärke und Selbstbewusstsein sei, das Leben immer und überall im Griff zu haben. Zumindest dachte ich das lange, bis ich lernen durfte, dass es genau anders herum ist. Um Hilfe zu bitten, ist innere Größe, Stärke und vor allem Selbstfürsorge par excellence. Die Menschen um uns herum können nämlich ganz überraschend nicht Gedanken lesen, aber helfen uns unfassbar gerne, wenn wir jemanden brauchen der uns unter die Arme greift. Also wie wäre es, einfach mal mit einer Freundin am Sonntag großzügig für die Woche vorzukochen, sich mit den Nachbarn abwechselnd kinderfreie Abende zu ermöglichen oder sich mit dem zahlenbegeisterten Bekannten die Steuererklärung vorzuknöpfen? Jede Aufgabe wird so plötzlich viel leichter und kleiner.

Es gibt eigentlich nichts Schöneres als das Gefühl von Leichtigkeit. Wenn alles einfach ist, lockerleicht und das Leben getanzt werden will. Wenn wir es wieder nach Lust und Laune gestalten und im Jetzt und Hier genießen können. Ich hoffe, meine Ideen schenken euch dazu ein paar wertvolle Impulse und einen beschwingten Frühlingsauftakt.

Was sind eure liebsten Rituale und Ideen für mehr Leichtigkeit im Alltag?

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