raw brownie

Ich habe vor einigen Wochen mal sogenannte “Black Bean Brownies” gemacht – ganz genau, mit roten Bohnen drin. Ja genau, in einem Dessert. Da ich sie zwar ganz ok fand, aber nicht so 100%ig davon überzeugt war, habe ich nicht darüber gebloggt. Mein Mann, dem ich das Ganze ohne große Erklärung vorsetzte, hat, einer spontanen Eingebung folgend, ein Stück davon aufgewärmt und zusammen mit einer Kugel Vanilleeis verspeist. Dann meinte er zufrieden kauend und mit vollem Mund zu mir: “Hey, die schmecken wie dieses Brownie-Zeug vom Burger King!”. Ich nehme mal an, dass das ein Kompliment war. Er weiß bis heute nicht, dass da rote Bohnen drin waren. Er weiß noch nicht mal, dass sie - rein von den Inhaltsstoffen her - so gesund waren, dass sie es wahrscheinlich sogar mit einem Broccoli aufnehmen könnten ;) Diese Version hier ist noch simpler, ebenfalls “gesund” und hat mir persönlich um Längen besser geschmeckt als der erste Versuch. Man nehme:

Medjool Datteln (die Königinnen der Datteln – normale gehen auch, aber die Medjool sind besonders groß, saftig und aromatisch), Haselnüsse, Walnüsse und Kakaopulver. Wer mag, noch einen kleinen Schuss Agavensirup oder Honig. Man mixe alles, drücke es in eine Rechteckform und gebe diese in den Kühlschrank. Tada! Fertig ist der “raw Brownie”! Und er ist auch noch gut für euch. Ich werde euch nicht erzählen, dass diese Brownies hier genau gleich schmecken wie… naja, wie diese hier zum Beispiel. Das kann ja gar nicht sein, da in den anderen Tonnen von Butter, Zucker und Schokolade (mit Butter und Zucker) enthalten sind. Das wäre also so, als würde ich Äpfel mit Birnen vergleichen. Beides ist lecker, aber eben auf seine eigene Weise. Tatsächlich aber schmecken sie so, als wäre mehr drin als diese 4-5 Zutaten und definitiv auch sehr fudgy, gleichzeitig aber eine “kuchige” Konistenz und sehr reichhaltig – mehr als ein kleines Stück auf einmal ist nicht drin. Langer Rede kurzer Sinn: wenn ihr euch mal nicht Brownie-zuckermäßig-klassisch zuhauen möchtet und/oder sehr wenig Zeit habt, eure Schokolust aber trotzdem stillen wollt, dann testet diese Leckerbissen hier – sie schmecken wie gesagt sehr reichhaltig, fudgy und schokoladig und sind superschnell und ganz ohne Ofen in 5 Minuten gemacht. Alles was ihr benötigt ist ein Mixer oder eine Küchenmaschine zum Zerkleinern und eben irgendeine Auflaufform. Ich werde sie jedenfalls noch öfter machen.

Wenn ihr keine amerikanischen Cup-Maße habt, nehmt einfach eine normale Tasse mit etwa 200ml. Wichtig ist nur das Mengenverhältnis untereinander, also immer die gleiche Tasse nehmen fürs Messen. Da das Ganze nur aus 4 Hauptzutaten besteht, sollten diese natürlich die beste Qualität haben, die ihr bekommen könnt, am besten Bio.

  • 1 cup ganze Walnüsse
  • Etwa 3/4 cups ganze, entsteinte Medjool Datteln
  • 1/2 cup Kakao (natürlich der gute bittere, nicht das gezuckerte Kaba-Zeugs)
  • 1/2 cup ganze Haselnüsse, am besten geröstet – wie das geht? Klickmich.
  • eine Prise feines Meersalz
  • evt. etwas Honig oder Agavensirup zum Süßen

Die Walnüsse in der Küchenmaschine oder dem Mixer so fein wie möglich hexeln. Kakao und Salz mit dazugeben und mixen. Die Maschine laufen lassen und eine Dattel nach der anderen mit dazugeben, das Ergebnis sollte eine leicht feuchte, grob-krümelige Masse sein, die zusammenhält, wenn man sie leicht aneinanderpresst. Falls die Mischung noch zu trocken ist, mehr Datteln hinzufügen. Abschmecken und ggf. noch etwas mit Honig oder Agavensirup süßen. Dann alles in eine beliebige Form pressen und die Haselnüsse in beliebigen Abständen in die Masse eindrücken. Gut abdecken und kühl lagern, so lassen sie sich am besten schneiden.

Quelle: adaptiert von My New Roots