Ja ok, “beste/r” im Titel eines Rezeptes hört sich immer arg profan an, ich weiß. Und vieles ist ja auch einfach Geschmackssache. Aber für uns persönlich ist es einfach der beste Gemüseeintopf ever und daher will ich ihn euch nicht länger vorenthalten! Er hat ein unglaubliches Aroma, eine leichte, schöne Sämigkeit und wie schon bei der Minestrone sorgt ein wenig Olivenöl, das am Schluss über die Teller geträufelt wird, noch für ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Nicht zu vergessen auch der Schuss Rotweinessig, der die nötige, leichte Säure bringt, die super zu den weißen Bohnen passt. Mal wieder ein schönes Beispiel, was man so aus ganz einfachen aber entsprechend guten Zutaten zaubern kann. Man benötigt noch nicht einmal eine Gemüse- oder sonstige Brühe, da in diesem Eintopf so viel Gemüse drinsteckt, das den Geschmack und das Aroma schon von selbst an die Suppe abgibt. Lediglich etwas frisch gemahlenen Pfeffer und gutes Meersalz (wir hatten Fleur de Sel; ich bin einfach immer wieder davon begeistert) dazu geben und schon ist die Sache perfekt. So ein dampfender Teller ist einfach genau das Richtige bei diesen Temperaturen!
weiterlesen...10
2012
Bester Gemüseeintopf

Man könnte sie auch einfach als “Ausstecherle” bezeichnen, wie wir das im schönen Schwabenland zu tun pflegen. Allerdings finde ich, dass dieser Teig etwas mehr verdient hat, als nur auf die Form der jeweiligen Ausstecher reduziert zu werden. Außerdem war mein bisheriger Ausstecherle-Teig immer ein einfacher Mürbteig, der simpler gar nicht sein konnte. Wir sprechen hier aber immerhin von einer geradezu Chanel-mäßigen Luxusauführung des Mürbteiges mit Vanille-Extract, bestem Bourbon-Vanillemark (und zwar nicht zu knapp – ich liebe die kleinen schwarzen Punkte auf den Keksen!!) und Bio-Zitronenschale, die dem ganzen noch einen extra Kick gibt. Und das schmeckt man einfach. Also, vergesst eure bisherigen Ausstecherle-Rezepte und pimpt eure Weihnachtsbäckerei in Zukunft mit dieser Version! Ich jedenfalls werde das tun. Hübsch dekoriert geben die Kekse auch ein nettes Weihnachtsgeschenk ab.
Zur Zubereitung: ich dachte ja mal wieder, ich wäre besonders schlau und habe den 1. Teig – wie im Rezept beschrieben – mit der Küchenmaschine hergestellt. Ergebnis war ein glatter Teig, der sich gut verarbeiten ließ. Aus irgendeinem Grund hatte ich aber das Bedürfnis, ihn auch mal nach meiner sonst üblichen Methode zu versuchen: Mehl auf die Arbeitsfläche (= Tupperwaren Backmatte bei mir) kippen, Loch in die Mitte bohren, in das das Ei kommt und Butter, Zucker und den Rest auf den Mehlrand setzen und wild drauf loskneten. Das Ergebnis war weniger schön als beim 1. Mal, ein brüchiger Teig, der einfach nicht so schön glatt werden wollte, wie der erste. Also: Küchenmaschine bzw. Handmixer nehmen, das ist einer der Mürbeteige, bei dem das offenbar tatsächlich die bessere Variante ist.
Für etwa 2 Blech voller Kekse:
Royal Icing. Zuerst war ich royal eingeschüchtert von dieser schicken Keks-Deko-Methode. Wer sie nicht kennt: es wird Puderzucker mit Wasser und Meringue Powder (besteht hauptsächlich aus Stärke, man kann aber auch einfach frische, steifgeschlagene Eiweiße nehmen – ich bin da nur immer etwas vorsichtig) zu einer geschmeidigen, hübsch ansehenden Masse vermischt, die dann entweder ganz nackig in weiß oder mit Lebensmittelfarbe in bunten Farben auf Kekse & Co. gespritzt wird. Das Icing trocknet recht schnell und ist von der Süße her auch ok (Fondant ist schlimmer). Nachdem ich schon öfter mal gelesen habe, dass man damit ganz schön auf die Nase fallen kann, u.a. weil die richtige Konsistenz offenbar eine Wissenschaft für sich ist und man überhaupt schnell viel falsch machen kann, war ich erst Mal skeptisch. Aber mit Weihnachten um die Ecke war klar, dass ich mich nicht lange davor verstecken konnte… also ran ans Icing und nach ein paar Versuchen hat´s auch ganz gut geklappt. Ist noch nicht perfekt, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister.
Frohe Weihnachten!
Für die Lebkuchen Cookies, ergibt etwa 3 Bleche:
weiterlesen...19
2010
Süßkartoffelcremesüppchen mit Ingwer und Kokos
Es ist Winter. Definitiv. Es schneit schon wieder ohne Ende, die Flocken draußen stapeln sich unaufhörlich in den 2-stellingen Zentimeterbereich und bekommen schon gar keine Chance mehr zum Tauen. Was bleibt einem also anderes übrig, als lange, eingeschneite Winterabende mit entsprechend heißen, wärmenden Suppen zu verbringen? Genau. Diesmal war´s die Süßkartoffel. Sie hat sich zum Ingwer gesellt und gemeinsam haben sie in reichlich Kokosmilch gebadet.
Rezept:

Juhu, mein 1. Cupcake-Wettbewerb!! Ehrlich gesagt sogar mein 1. Web-Wettbewerb überhaupt, in den USA steht das bei den ganzen Foodbloggern ja an der Tagesordnung, aber hier? Umso mehr hab ich mich gefreut, als ich auf Baking the Law von diesem BackAthon gelesen habe. Das Thema war “Völlerei auf dem Weihnachtsmarkt”. Völlerei? Hey, count me in! ;-) Mein Back-Adrenalin schoss in die Höhe und die kreativen Zellen arbeiteten auf Hochtouren. Es gab erst mal ein wildes, tagelanges Brainstorming… Also. Völlerei… Weihnachtsmarkt… Eierlikör, Lebkuchen (Lebkuchen!), Gewürzorangen (nein, lieber Kirschen – ess ich auf dem Markt so gerne auf ner warmen Waffel), Zimt (Zimt!!), Mandeln, Nüsse, Plätzchen (Vanillekipferl!)… Der Schoko-Lebkuchencupcake stand ziemlich schnell fest, erst wollte ich die Lebkuchen hacken und direkt in den Teig geben, als ich dann aber auf die Idee mit dem Vanillekipferlfrosting kam, hatte ich Angst, dass die Lebkuchen die zarten Vanillekipferl zu sehr übertünchen. Also nur 1 TL Lebkuchengewürz rein, sorgt auch für den lebkuchigen Geschmack, nur eben nicht ganz so dominant.
Außerdem war klar, dass noch irgendwas mit Zimt rein muss, denn Zimt liebe ich einfach. Also mussten als Füllung die Zimtkirschen her, die Kirsch-Schoko-Kombi passt ja auch ganz gut. Für das Frosting wollte ich als Kontrast zum dunklen, schoko-lebkuchig-kirschigen Cupcake eine sehr zarte, winterliche Creme und da fielen mir sofort die Vanillekipferl ein. Und Oh. Mein. Gott. – wie himmlisch ist dieses Frosting. Sowas von herrlich zart und leicht, überhaupt nicht schwer oder übermäßig süß oder zu sahnig – wenn ich nicht wüsste, wieviele Kalorien drin sind, ich würde es nicht glauben.
Damit war die Cupcake Idee also zu Ende gedacht und wenn das mal nicht völlerei-ig ist, dann weiß ich auch nicht mehr ;-)








